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Der strikte Sparkurs macht sich bezahlt: Merck verdient wieder Geld.

Der strikte Sparkurs macht sich bezahlt: Merck verdient wieder Geld. © Sven Hoppe

Pharma

Boom bei Displays beschert Merck Gewinne

Ein strikter Sparkurs und die kräftige Nachfrage nach größeren Fernsehern haben dem Pharma- und Chemiekonzern Merck im zweiten Quartal einen Gewinn beschert. Unter dem Strich kletterte der Überschuss auf 316 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Darmstadt mitteilte.

Darmstadt. e. Im Vorjahresquartal hatte Merck wegen hoher Belastungen aus dem Sparprogramm "Fit für 2018" einen Verlust von 63,2 Millionen Euro verbucht.

Der starke Euro vor allem im Vergleich zum Yen und einigen südamerikanischen Währungen machte Merck beim Umsatz zu schaffen, der bei 2,7 Milliarden Euro stagnierte. Ohne die negativen Währungseffekte wäre er um 3,3 Prozent gestiegen. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen (Ebitda) kletterte um fast elf Prozent auf 826 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen des Marktes.

Merck-Chef Karl-Ludwig Kley sieht das Unternehmen auf Kurs, die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. "Die Umsetzung der "Fit für 2018"-Maßnahmen macht exzellente Fortschritte, (...). Wir bestätigen daher trotz negativer Währungseinflüsse die Prognose für das Gesamtjahr 2013." Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen soll demnach auf 3,1 bis 3,2 Milliarden Euro steigen (VJ: 2,9). Der Umsatz ohne Berücksichtigung von Lizenzerlösen 10,7 bis 10,9 Milliarden Euro betragen (VJ: 10,7).

Finanzchef Matthias Zachert zeigte sich zuversichtlich, dass der Großteil des Sparprogramms bis Ende 2014 abgeschlossen werden könne. Merck will vor allem die Profitabilität der Pharmasparten Merck Serono und Consumer Health Care steigern. Denn dem Bayer-Konkurrenten fehlt es an schlagkräftigen Neuentwicklungen. Die Sparte Merck Serono, in der das Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten gebündelt ist, trägt den größten Batzen zum Konzernumsatz bei.

Mit dem Konzernumbau wollen die Darmstädter ab 2018 jährlich 385 Millionen Euro einsparen. Allein in Deutschland sollen bis 2015 etwa 1100 Stellen gestrichen werden. Ende Juni beschäftigte Merck 38 122 Mitarbeiter nach 38 847 Ende Dezember.

Als hervorragend bezeichnete Zachert das Quartal für die Sparte Performance Materials, zu der auch das lukrative Geschäft mit Flüssigkristallen gehört. Im zweiten Halbjahr gehen die Darmstädter wegen des Abbaus von Lagerbeständen aber von einer schwächeren Dynamik aus. Merck ist vor Japan New Chisso (JNC) und DIC die weltweite Nummer Eins bei den Kristallen, die unter anderem in Laptops, Flachbild-Fernsehern und Handy-Displays eingesetzt werden.

dpa


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