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Produkten des Zeitschriftenverlags G+J («Stern», «Brigitte», «Geo») haben nach Angaben von Bertelsmann ein Umsatz-Minus von rund 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro verbucht.

Produkten des Zeitschriftenverlags G+J («Stern», «Brigitte», «Geo») haben nach Angaben von Bertelsmann ein Umsatz-Minus von rund 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro verbucht. © Christian Charisius

Medien

Bertelsmann Konzern-Gewinn sinkt um 35 Prozent

Der Konzernumbau hat dem Medienriesen Bertelsmann im vergangenen Jahr einen Gewinnrückgang beschert. Der Gewinn sank um rund 35 Prozent auf 573 Millionen Euro, wie Vorstandschef Thomas Rabe in Berlin mitteilte.

Berlin. e. Bertelsmann hatte sich unter anderem von rückläufigen Geschäften im Druckbereich und beim Buchclub im Ausland getrennt. Auch Abschreibungen im Ungarn-Geschäft der TV-Tochter RTL drückten den Gewinn. Gleichzeitig investierte das Unternehmen zum Beispiel in den Musikrechteverwerter BMG und in Bildungsportale.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. Rabe zeigte sich mit dem Geschäftsjahr zufrieden und verwies auf das beste operative Ergebnis seit sieben Jahren und Investitionen von 1,6 Milliarden Euro in neue Geschäftsfelder.

Rabe nannte als mittelfristige Ziele für den Gewinn eine Milliarde Euro, der Umsatz soll 20 Milliarden Euro erreichen. Dabei soll Bertelsmann (RTL Group, Penguin Random House, BMG, Gruner + Jahr, Arvato und BE Printers) sich weiter wandeln und neue digitale Geschäftsfelder erobern. Schwerpunkte sind dabei internationale Bildungsplattformen im Internet und Wachstumsmärkte in China und Südamerika.

Beim Wandel des Konzern habe Bertelsmann rund die Hälfte der Wegstrecke erreicht. "Wir sind in diesem Jahr viel weiter als ich bei meinem Start im Jahr 2012 gedacht habe. Wir haben rund 50 Prozent der digitalen Transformation geschafft", sagte Rabe bei der Vorstellung der Bilanz-Zahlen.

Erstmals seit der Komplettübernahme der Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr im vergangenen Jahr stellte Rabe die Zahlen für die Tochter mit Sitz in Hamburg vor. Dabei bekannte er sich erneut ausdrücklich zu den journalistischen Produkten des Zeitschriftenverlags. G+J ("Stern", "Brigitte", "Geo") hat nach Angaben von Rabe ein Umsatz-Minus von rund 13 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro verbucht. Verantwortlich dafür sei das sinkende Anzeigen- und Vertriebsgeschäft. Negativ auf den Umsatz habe sich auch der Verkauf der US-Druckerei Brown Printing ausgewirkt. Der digitale Umbau des Geschäfts erfordere weiterhin hohe Investitionen.

Bertelsmann hatte 2014 die restlichen Anteile (25,1 Prozent) an dem Hamburger Verlag übernommen. Gruner + Jahr hatte Ende des vergangenen Jahres 8168 Mitarbeiter, im Vorjahr waren es noch 10 556.

dpa


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