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80 Prozent der Kinder bekommen einen Schokoladen-Adventskalender.

80 Prozent der Kinder bekommen einen Schokoladen-Adventskalender.
© dpa

Teure Türchen

Adventskalender sind ein gutes Geschäft

Heute schon ein Türchen geöffnet? Adventskalender gibt es längst nicht mehr nur mit Schokolade. Hinter der aufwendigen Verpackung verstecken sich auch Spielzeug, Tee, Parfüm oder Kosmetik. Für die Hersteller ein gutes Geschäft – denn die Kalender kosten meist mehr, als sie wert sind.

Hannover. Adventskalender gehören für viele zur Weihnachtszeit wie Lichterketten und Keksebacken. Längst bekommen nicht nur Kinder einen Kalender mit 24 Türchen – auch Erwachsene beschenken sich zum 1. Dezember gegenseitig. Daran verdienen die Hersteller gut. Verbraucherschützer haben unlängst in Stichproben festgestellt, dass man für Süßigkeiten im Adventskalender bis zu viermal mehr bezahlt als für Naschereien in Standardverpackungen. Die Hersteller verweisen auf die aufwendige Verpackung – die in wesentlich kleinerer Stückzahl hergestellt wird.

Lag der Umsatz der Schokoladenhersteller mit Adventskalendern 2014 noch bei 75 Millionen Euro, wurde im vergangenen Jahr schon ein Umsatz von 90 Millionen erreicht. In diesem Jahr könnten die Hersteller die 100 Millionen Euro-Marke knacken, schätzt der Süßwarenhandelsverband Sweets Global Network.

Luxuskalender kosten schon mal 100 Euro

„Der Geschenkstatus bei Adventskalendern hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Erwachsene beschenken Erwachsene, dieser Trend hält weiterhin an“, sagte Verbandschef Hans Strohmaier. Rund 80 Millionen Adventskalender haben die deutschen Schokoladen- und Süßwarenhersteller in diesem Jahr produziert und ausgeliefert, davon 30 Millionen für den Export.

Der Durchschnittspreis für einen Schokoladen-Adventskalender liegt laut dem Süßigkeitenverband stabil bei 4 bis 5 Euro. Für Erwachsene seien aber mehr und auch deutlich teurere Adventskalender auf dem Markt. Luxusversionen mit exklusiven Süßwaren kosteten an die 100 Euro.

Auch Erotikartikel können hinter 24 Türen stecken

Außerdem verschenken immer mehr Eltern Adventskalender mit Spielzeug. 1996 brachte Playmobil den ersten Spielwarenkalender auf den Markt. Laut dem Verband der Spielwarenindustrie haben mittlerweile die meisten namhaften Hersteller solche Kalender im Programm. Für Erwachsene gibt es auch Adventskalender mit Parfüm, Kosmetik, Alkoholika oder Erotikartikeln. Und auch Hunde und Katzen können mittlerweile jeden Tag ein Türchen öffnen – hinter denen sich spezielle Leckereien für die Vierbeiner verstecken.

Von ang/RND/dpa


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