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Ratgeber Wie gefährlich ist Sekundenschlaf?
Nachrichten Ratgeber Wie gefährlich ist Sekundenschlaf?
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13:23 06.10.2010
Wer sich am Steuer sehr müde fühlt, sollte besser nicht weiterfahren.
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Ein Sekundenschlaf kann schnell über Leben und Tod entscheiden. Ein Autofahrer, der bei Tempo 130 seine Augen für fünf Sekunden geschlossen hält, legt in dieser Zeit 180 Meter im Blindflug zurück. Beim Aufwachen kommt es häufig zu Fehlreaktionen durch ruckartiges Lenken oder heftiges Bremsen mit schweren Folgen.

Lange, gerade, monotone Strecken sind besonders gefährlich. Wer müde ist und auf solchen Strecken Auto fährt, hat ein höheres Einschlafrisiko. Nicht nur die Nacht- und frühen Morgenstunden sind unfallträchtig, sondern auch die Mittagszeit und der frühe Nachmittag – besonders nach einem reichhaltigen Essen.

Der Sekundenschlaf kündigt sich durch zunehmende Müdigkeit an. Wer sich häufiger die Augen reibt oder bemerkt, dass sich sein Lidschlag erhöht, sollte diese Warnsignale richtig deuten. Auch häufige Lenkkorrekturen können ein Anzeichen starker Müdigkeit sein. Schlaftrunkenes Fahren ähnelt sehr stark dem Fahren im angetrunkenen Zustand. Bei Versuchen wurde festgestellt, dass 24 schlaflose Stunden die gleiche Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit haben wie ein Promille Alkohol im Blut.

Neben Vielfahrern, die oft und auf langen Strecken unterwegs sind, beispielsweise Lkw- und Busfahrern, sind Autotouristen die zweite große Risikogruppe. Sie fahren oft lange Strecken in entfernte Urlaubsländer, ohne genügend Pausen zu machen. Ebenfalls gefährdet sind die jungen Fahrer, die nach einer Disko-Nacht in den frühen Morgenstunden unterwegs sind und ihre Müdigkeit wegen der lauten Musik in der Disko nicht wahrnehmen.

Hinter das Lenkrad sollte sich nur derjenige setzen, der ausgeruht ist und sich fit fühlt, empfiehlt der DVR. Bei ersten Anzeichen von Schläfrigkeit muss unbedingt eine Pause eingelegt werden. Patentrezepte wie das Öffnen des Seitenfensters sind trügerisch – denn gegen Müdigkeit hilft nur Schlaf.

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