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Ratgeber Wie beugt man Erkältungen vor?
Nachrichten Ratgeber Wie beugt man Erkältungen vor?
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12:04 27.10.2010
Wer sich einen grippalen Infekt eingefangen hat, sollte den Körper warm halten, auf schwere Kost verzichten, viel trinken und zu Hause bleiben.

VON PHILIPP LACKNER

Wie kann man einer Erkältung vorbeugen? Darauf achten, dass die Hände gewaschen werden. Das verhindert oft, dass Viren übertragen werden. Unter richtigem Händewaschen versteht man, die Seife 20 bis 30 Sekunden lang zu verreiben, auch zwischen den Fingern, so das Robert-Koch-Institut.

Kneipp-Kuren: Auch kalte Güsse seien gut zur Vorsorge, meint Ernst-Michael Beck, Allgemeinmediziner aus Linden. So kann man den Körper an niedrige Außentemperaturen gewöhnen. Die Vorgehensweise sei einfach: „Beim Duschen einen Strahl kalten Wassers abwechselnd an den Beinen entlanglaufen lassen, zuerst außen, dann innen.“

Warme Füße: Sind sie kalt, ziehen sich die Blutgefäße in der Nase zusammen. Und durch die verringerte Durchblutung wird die Immunabwehr geschwächt. Warme Schuhe beugen also einem Schnupfen vor.

Echinacintropfen: Beck rät: „Jeden Morgen 30 Tropfen Echinacin auf die Zunge träufeln, die immun-stimulierende Flüssigkeit aber nicht gleich schlucken, sondern warten, bis sich der alkoholische Geschmack verflüchtigt hat – und sie erst dann in kleinen Schlückchen zu sich nehmen“, sagt der Mediziner. So könne die Substanz gut über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Vitamine essen: Obst hilft, allerdings sollte es nicht zu lange herumgelegen haben, sagt Beck. Wenn möglich, sollte man jeden Tag frische Früchte essen, um das Abwehrsystem zu stärken. Besonders vielVitamin C enthalten übri­gens Hagebutten oder Schlehdorn.

Was kann man tun, wenn sich eine Erkältung anbahnt? Mit Wärmflaschen arbeiten: „Am besten mit zwei Stück gleichzeitig“, sagt der Lindener Arzt, „eine wärmt den Rücken, die andere den Bauch.“ Hintergrund für die Wärmebehandlung: „Viele Viren und Bakterien breiten sich nur bei bestimmten Temperaturen aus – deswegen bekommt der Körper auch Fieber, um die Erreger wieder loszuwerden.“

Schwitzen: Das „Ausschwitzen“ der Krankheitserreger tut dem Körper gut, auch wenn es anstrengt: „Dafür legt man sich mit den Wärmeflaschen ins Bett, deckt sich zu und spannt immer wieder die Muskeln an – schon bald beginnt man stark zu schwitzen“, sagt Beck.

Auf Hausmittel zurückgreifen: Quark- oder Senfwickel können ebenfalls positiv wirken: „Für Letzteren zerkleinert man Senfkörner, kocht sie auf, wickelt sie in ein Tuch und legt sie kurze Zeit auf die Brust“, erklärt der Mediziner.

Und wie hilft man sich, wenn einen die Erkältung im Griff hat? „Mit Knoblauch in rauen Mengen“, empfiehlt Beck. Gepresst und am besten mit viel Butter, entweder auf Brot oder in einer heißen Tomatensuppe. Denn Knoblauch wirkt stark antibiotisch. Und sonst? Viel mit Salbeitee gurgeln und mit heißem Salzwasser oder Kamillenblütenextrakt inhalieren: „Und zwar mit einem Handtuch und einer Schüssel – die Stirnpartie und das Gesicht müssen heiß sein.“

Leichtes Essen: Schwere Kost – etwa aus der Dose – ist tabu, scharf Gewürztes aber okay. Wer Hühnerbrühe essen möchte, sollte das Huhn langsam, etwa zwei bis drei Stunden kochen, das dazu passende Gemüse, wie Sellerie oder Lauch, dagegen weit kürzer.

Vor allem: zu Hause bleiben. Beck: „Wer das Bett hütet, ist eine Erkältung in der Regel in zwei bis drei Tagen wieder los.“

Was soll man trinken?

Trinken ist bei einer Erkältung besonders wichtig: „Man kann beispielsweise Ingwer in kleine Scheiben schneiden, sie in kochendes Wasser tun, Sanddornhonig dazumischen und abgekühlt trinken“, sagt Allgemeinmediziner Ernst-Michael Beck. Auch Ananas könne man hervorragend in flüssiger Form zu sich nehmen: „Eine halbe Frucht pürieren, leicht erhitzen und trinken – das bringt eine Menge Vitamin C und Enzyme.“ Auch Lindenblüten-, Sonnenblumen-, Salbei-, Weidenrinden- oder Thymiantees sind bei einer Erkältung immer ein gutes Rezept. phila

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