Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ratgeber So putzen Ihre Kinder die Zähne richtig
Nachrichten Ratgeber So putzen Ihre Kinder die Zähne richtig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:28 05.10.2010
Richtig putzen? Für die Zahnhygiene im Kindesalter gibt es spezielle Bürsten.
Anzeige

VON PHILIPP LACKNER

Zähneputzen ist für Kinder oft kein Vergnügen. Meistens empfinden die Kleinen das Bürsten einfach nur als lästige Pflichtaufgabe. Dabei ist die frühe richtige Zahnpflege besonders wichtig – auch für gesunde Zähne in der Pubertät und im Erwachsenenalter. Worauf kommt es nun dabei an?

Wichtig ist schon einmal eine vernünftige Ernährung im Kleinkindalter. Muttermilch sei dafür zunächst ideal, schreibt die Kassenzahnärztliche Vereinigung in ihrem Magazin „Lückenlos“. Die Milch stärke das Immunsystem des Kindes und schützt auch vor Kariesbakterien. „Allerdings nur bedingt“, sagt Reinhard Schilke, Oberarzt in der Klinik für Zahnbehandlung an der MHH. Muttermilch habe wesentlich mehr Zucker als Kuhmilch.

Stillen sollten Mütter, wenn möglich, ein halbes Jahr lang, anschließend, rät der Mediziner, sollte dem Nachwuchs Milchersatznahrung aus dem Fläschchen gegeben werden. Nach einem Jahr sollten die Kinder Flüssigkeiten aus dem Becher trinken. Vor allem das ständige Trinken aus der Flasche über diese Zeit hinaus kann gefährlich sein: „Wenn die Kinder abends daran nuckeln, können sich nachts Kariesbakterien explosionsartig vermehren“, sagt der Zahnmediziner. Grund: Tagsüber spült der Speichel den Zucker im Mund weg und verdünnt die Säuren. Das fällt während des Schlafs aus.

Bekommt der Nachwuchs die ersten Zähne, kann man ihn mit einem Beißring von den Schmerzen ablenken. Alternativen sind Brotkrusten oder Trockenreiskekse. Sind die Zähnchen da, benötigen sie viel Aufmerksamkeit. „Putzen sollte man am Anfang mit einem Kinderzahnpflegeset“, sagt Schilke. Das besteht aus einer Kinderzahnbürste mit kurzen, weichen Kunststoffborsten und einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta mit einem Gehalt von maximal 500 ppm (Parts per Million) Fluorid. Schilke empfiehlt den Eltern, die Zahnpflege ihrer Sprösslinge bis zum dritten Lebensjahr zu übernehmen und bis zur Einschulung noch regelmäßig nachzuputzen.

Wie oft ist es notwendig zu putzen? „Mindestens einmal am Tag“, sagt der Fachmann. Und zwar so lange, bis die Bürste alle Zahnflächen erreicht hat. Losgehen soll es mit kreisenden Bewegungen bei einem der hintersten Zähne am Oberkiefer, dann geht es entlang des Zahnbogens zur anderen Seite, anschließend macht man das Gleiche beim Unterkiefer. Im Detail heißt das: „Erst außen, dann innen, zuletzt die Kau­flächen putzen“, erklärt Schilke. Dabei sollte die Zahnbürste so gehalten werden, dass die Borsten den zahnfleischnahen Anteil der Zähne gut erreichen können, denn dort verstecken sich die meisten Bakterien. Auch der Ort spielt eine Rolle. Der Oberarzt rät, Kleinkinder auf den Teppich oder das Sofa zu legen und sich beim Putzen drüberzubeugen. Der etwas größere Nachwuchs könne auf einem Kinderstuhl im Badezimmer sitzen, während sich die Eltern dazuhocken.

Und wann zum Zahnarzt? „Nach dem ersten halben Jahr“, empfiehlt der MHH-Experte. Zahnseide sei aber erst viel, viel später ratsam: „Ab zwölf Jahren kann man darüber nachdenken.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Trends und Tipps vom Pflanzenexperten.

05.10.2010

Wenn sich 18 Männer und zwei Frauen gleichzeitig Bärte ankleben, schwarze Gürtel umschnallen oder rot-weiße Mäntel anziehen, dann kann das durchaus in Stress ausarten.

14.11.2009

Lange Mäntel stehen nicht nur langen Menschen und kurze Mäntel nicht nur kurzen Menschen.

13.11.2009
Anzeige