Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ratgeber Herbstzeit ist Gartenzeit
Nachrichten Ratgeber Herbstzeit ist Gartenzeit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:19 05.10.2010
Viel Arbeit: Im Herbst gibts im Garten eine Menge zu tun.
Anzeige

VON PHILIPP LACKNER

Hatten Hobbygärtner in den Sommermonaten eine Art Zwangspause, können sie sich jetzt wieder mit voller Kraft ihrem kleinen Paradies im Freien widmen. Das ist auch notwendig: „Denn im Herbst wird vieles erledigt“, sagt Andreas Renner, Gärtnermeister vom Berggarten in Herrenhausen. Blumenzwiebeln zu setzen zählt dazu, Stauden zu verpflanzen oder Bäume und Rasen auf den Winter vorzubereiten.

Stichwort Blumenzwiebeln: „Für diese Pflanzen braucht man eine kühle Periode, um die Wurzelbildung anzuregen“, erklärt der Fachmann. Bei den Sorten sei Natürlichkeit angesagt. „Der Trend geht zu Wildsorten“, erklärt Renner, „und weg von Überzüchtungen.“ Die Leute hätten weniger Zeit, sich um die Pflanzen zu kümmern, also seien pflegeleichte, naturnahe Sorten derzeit sehr beliebt. Renner nennt Beispiele: die gelbblühende Weinbergtulpe, Wildformen der Dichternarzisse, die Goldrute, das Schneeglöckchen oder den Sonnenhut.

Auch was Stauden angeht, können sich Gärtner jetzt ins Zeug legen: „Im Herbst bietet es sich an, Stauden zu teilen und zu verpflanzen – sie werden nicht in ihrer Vegetation gestört.“ Das Umsetzen eigne sich besonders für Pflanzen, die seit fünf oder sechs Jahren am selben Platz stehen und auf diese Weise zu neuer Pracht wachsen können. Wobei Renner zu bedenken gibt: „Bei manchen Stauden macht man das auch im Frühjahr, bei der Pfingstrose allerdings nur im Herbst.“ Wie das Staudenteilen geht, beschreibt Gärtnermeister Michael Geel­haar aus Isernhagen so: „Zunächst sollte man alle oberirdischen Triebe zurückschneiden. Und beim Teilen lässt man die Wurzeln möglichst lang – umso schöner blühen dann die Setzlinge im nächsten Jahr.“

Wozu raten die Experten bei Obstbäumen? „Beim Beerenobst kann man jetzt einen Pflegeschnitt machen“, sagt Geelhaar, den richtigen Rückschnitt dann erst im nächsten Jahr Anfang März. Mit Pflegeschnitt meint er, das zu entfernen, was nach innen wächst, und fünf bis sechs starke Triebe stehen zu lassen. Der Herrenhausen-Gärtner Renner empfiehlt überhaupt, die Bäume nur im Sommer zu schneiden. Begründung: „Da sind sie vitaler.“

Was jedenfalls nicht schaden könne, sei, Leimringe am Stamm zu befestigen, sagt Gärtnermeister Geelhaar. Damit kann man die Pflanzen gegen Frostspannerraupen schützen, die in der kalten Jahreszeit in der Rinde ihre Eier legen.

Stichwort Winterschutz: „Für manche Pflanzen reicht es schon aus, das darüberliegende Laub nicht zu entfernen“, sagt Andreas Renner. Auch Fichtenreisig könne als Frostschutz helfen. Wichtig sei es, den Garten nicht zu sauber zu machen: „Auch das Abgeblühte kann als Schutz dienen, etwa bei Fuchsien.“

Auch was den Rasen angeht, heißt es nun an die kalte Jahreszeit denken. Maike Schleifer pflegt das Grün im Großen Garten in Herrenhausen. Ihr Tipp:„Noch sollte der Rasen gemäht werden.“ Außerdem sei es ratsam, ihn zu vertikulieren, also die Grasnarbe anzuritzen, um die Belüftung des Bodens zu verbessern. Um die Rasenwurzeln für die kalte Jahreszeit zu wappnen, könne man sie mit Herbstdünger kräftigen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn sich 18 Männer und zwei Frauen gleichzeitig Bärte ankleben, schwarze Gürtel umschnallen oder rot-weiße Mäntel anziehen, dann kann das durchaus in Stress ausarten.

14.11.2009

Lange Mäntel stehen nicht nur langen Menschen und kurze Mäntel nicht nur kurzen Menschen.

13.11.2009

Cranberry ist nicht gleich Cranberry: Das hat das Landgericht Lüneburg entschieden und einem Wettbewerbsverband der deutschen Wirtschaft aus Berlin Recht gegeben, der gegen einen niedersächsischen Safthersteller geklagt hatte.

12.11.2009
Anzeige