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GROSSER BROCKEN: Die Stadt mietet zukünftig den Bürokomplex in der Joachimstraße.

GROSSER BROCKEN: Die Stadt mietet zukünftig den Bürokomplex in der Joachimstraße.

IMMOBILIENMARKTBERICHT

Büroraum in Hannover extrem gefragt

Die Zahl der getätigten gewerblichen Immobiliengeschäfte ist ein Zeichen dafür, wie gut eine Wirtschaftsregion läuft. Die Bilanz 2017 des Immobilienmarktberichts legt nahe: In der Region Hannover lief es mehr als gut.

HANNOVER. Auf dem Immobilienmarkt der Region Hannover hat sich im vergangenen Jahr einiges bewegt: Sowohl auf der Büro- als auch der Logistikseite wurde mehr umgesetzt 2016.

Demnach wurden nach Angeben der Region in den Städten Hannover, Garbsen, Laatzen und Langenhagen 145 000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet – das seien 25 000 Quadratmeter mehr als 2016, ein Plus von knapp 21 Prozent. Damit liege das abgelaufene Jahr um 11,5 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2016.

Auf der Logistikseite steht demnach in der gesamten Region ein Zuwachs von rund 49 Prozent auf 260 000 Quadratmeter – das seien 85 000 Quadratmeter mehr als im Vorjahr und 50 000 Quadratmeter über dem Schnitt der sechs Vorjahre.

Die meisten Büroimmobiliengeschäfte gehen in Hannovers Innenstadt über die Bühne: Laut dem Immobilienbericht der Region war es mit 50 000 Quadratmetern etwas mehr als ein Drittel. Der größte Brocken sei dabei mit 22 000 Quadratmetern der langfristige Mietvertrag der Stadt Hannover für den Bau in der Joachimstraße, wo bislang die Deutsche Bahn einquartiert ist. Bis 2020 soll der Bau saniert werden, dann zieht der Fachbereich Jugend und Familie ein.

Zu den Top Drei gehören ein Neubau des Autozulieferers Wabco im Stadtteil Linden-Mitte mit 11 500 Quadratmetern und ein Neubau von Siemens an der Karlsruher Straßec (Laatzen), der von 2019 an auf 10 000 Quadratmetern 750 Arbeitsplätze beherbergen soll. Derzeit sitzt die Siemens-Niederlassung noch an der Hildesheimer Straße.

Das größte Geschäft in der Logistikbranche war ein 40 000-Quadratmeter-Neubau an der A 7 bei Burgwedel, in dem Logistikdienstleister Fiege (30 000 Quadratmeter) und Drogeriekonzern Rossmann die Fläche belegen. Der Neubau von Fiege wurde laut dem Immobilienbericht noch vor Inbetriebnahme im Dezember an einen Immobilienfonds der Union Investment (Volksbanken) verkauft, der in Österreich ansässig ist.

In Sachen Miete verzeichnet der Bericht bei Büros eine „stabile Lage“ in der Innenstadt mit Spitzenwerten von 15 Euro je Quadratmeter. Anders sei es am Cityrand und an den Ausfallstraßen: da ging es bis auf 13,30 Euro hoch – in den Jahren zuvor sei bei unter elf Euro Schluss gewesen.

Laut Region sei das aus Sicht der „Marktakteure und Experten eine durchweg positive Entwicklung“. Daten und Aussagen des Berichts stammen zum größten Teil von den 18 „Partnern“ aus der Immobilienwirtschaft. Den Bericht gibt es im Netz:

www.immobilienmarktbericht- hannover.de

Von RALPH HÜBNER


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