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Militärpräsenz: In Diyarbakir herrscht nach Kurdenrotesten Alarmstufe eins.

Spionagevorwurf

Fotojournalisten aus Hannover wieder frei

Im Südosten der Türkei waren am Samstag drei freiberufliche Fotoreporter aus Hannover festgenommen worden. Inzwischen konnten die drei Journalisten unter Auflagen die Polizeiwache verlassen und wurden in ihr Hotel gebracht. In Kürze soll der Staatsanwalt über eine mögliche Abschiebung entscheiden.

Diyarbakir.. Von der Festnahme der Fotografen berichteten am Sonntag ihre Kollegen sowie das kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V., Civaka Azad. Demnach wurden Björn Kietzmann, Chris Grodotzki und Ruben Neugebauer am Samstagnachmittag von der türkischen Polizei in Diyarbakir festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen Spione und Provokateure zu sein.

Die drei Fotografen waren in der kurdisch geprägten Region, um über die Proteste gegen die von der Terrormiliz IS eingekesselte syrische Stadt Kobane zu berichten. Dabei waren im Südosten der Türkei in den vergangenen Tagen mehr als 30 Menschen getötet worden. In 35 der insgesamt 81 türkischen Provinzen war es zu Ausschreitungen gekommen.


Kietzmann, der seit 2009 als freiberuflicher Fotoreporter arbeitet und zweitweise auch in Hannover lebte, gehört dem Berufsverband Freelens an. Er schrieb am Samstag auf Twitter: "Zusammen mit 2 weiteren dt. Journalisten im türkischen Diyarbakir festgenommen, weil wir über kurdische Proteste berichten wollten."


Grodotzki studiert in Hannover Fotografie und gehört der Fotografen-Kooperative "Visual Rebellion" an. Neugebauer lebt zum Teil in Hannover und berichtete viel über die Anti-Atombewegung und die Castor-Transporte. Ergehört ebenfalls zu "Visual Rebellion" und arbreitete unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung", den "Spiegel" sowie den "Tagesspiegel" und die "taz" gearbeitet.


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