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Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rechnet nicht damit, dass die neue Gesundheitskarte pünktlich ausgegeben werden kann.

Ausgabe der neuen Gesundheitskarte verzögert sich

Die Ausgabe der neuen elektronischen Gesundheitskarte wird sich offenbar erneut verzögern. Grund sind technische Probleme. Das erfuhr das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dem 30 deutsche Tageszeitungen angehören, aus Teilnehmerkreisen eines Krisentreffens.

Berlin. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rechnet demnach nicht mehr damit, dass die um einige Funktionen erweiterte Chipkarte pünktlich zum 1. Juli 2016 an rund 70 Millionen Krankenversicherte in Deutschland ausgegeben werden kann. Bei der Verzögerung ist von mehreren Monaten die Rede. Die Verantwortung liege bei der Telekom. Das Unternehmen sei bislang nicht in der Lage, ein Kartenlesegerät zu entwickeln, das den Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes  für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) genügt. Telekom-Sprecher Rainer Knirsch wollte sich auf Anfrage nicht zu möglichen Schwierigkeiten äußern.

Unterdessen schlägt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Joseph Laumann (CDU), Alarm. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte er, man habe bereits eine Milliarde Euro für die Entwicklung der Gesundheitskarte ausgegeben. Der Großteil davon sei weg. „Durch diverse Machenschaften ist sehr viel Geld der Versicherten versenkt worden.“ Der CDU-Politiker erklärte, vor allem Ärzte seien nicht daran interessiert, ihre Arbeit transparent zu machen und der Gesundheitskarte zum Erfolg zu verhelfen. Jörg Köpke


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