Röttgen sagte demnach, dass aufgrund der Bewertung der Langzeitsicherheit die „Rückholung der Abfälle“ momentan als „beste Lösung“ eingestuft worden sei. Es gebe aber noch keine endgültige Entscheidung. Röttgen verwies auch auf eine mögliche Kostenbeteiligung der Energieversorgungsunternehmen. Es gebe jedoch keine Rechtsgrundlage für eine Haftung der Firmen, sagte er.
Nach Ansicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) soll das Lager in Niedersachsen möglichst schnell geräumt werden. Die Rückholung der Abfälle soll innerhalb von zehn Jahren erfolgen. Als Betreiber der Asse hatte das BfS in den vergangenen Monaten geprüft, wie das Problem mit dem Atommülllager bei Wolfenbüttel am besten zu lösen ist. Dort lagern rund 126.000 Fässer mit leicht- und mittelstark strahlendem Atommüll. Dabei war auch untersucht worden, ob die Fässer an ihrem Standort in 500 bis 700 Meter Tiefe sicher einbetoniert werden könnten oder ob eine Umlagerung in tiefere Schichten um tausend Meter eine Langzeitsicherheit gewährleisten würde.
Die Fässer waren zwischen 1967 und 1978 in das frühere Salzbergwerk Asse gebracht worden. Seit 1988 läuft Wasser in die Anlage. Die Behörde kann nach eigenen Angaben nicht ausschließen, dass sich die Menge so steigert, dass die Grube überflutet wird. Zudem ist die Stabilität der Schachtanlage beeinträchtigt.
afp
Kommentare
ganz klar die da – 29.01.10
Ganz klar. Atomindustrie zahlt, ohne Umlage auf die Verbraucher. Dazu noch jene Politiker und Lobbyisten, die den Bau von Atomkraftwerken ermöglicht haben bzw. dagegen sind, sie sofort abzuschalten. Per Gesetz wird verhindert, dass die Kosten auf unschuldige Menschen umngelagert werden. Wer sich dem weigert, wird sofort ins Gefängnis eingewiesen, verliert seinen Politikjob, die Regierung wird abgelöst und von einer ersetzt, die a) menschlich ist, b) klug und nicht dumm, c) ehrlich ist, d) nicht die fahrlässige bis vorsätzliche Zerstörung der Welt auf ihrer Agenda hat. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenVorsorgeprinzip benjamin – 29.01.10
Mein Vorschlag wäre, das nächste mal vielleicht einfach keine Regierung mehr zu wählen, die vor der Atomindustrie den Kotau macht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden3,7 Mio Freddy – 28.01.10
Also ich wuerde weniger an DIESE Kosten denken. Wassereinbruch in Anlage ... ist kein Einzelfall. DAS finde ich interessanter. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenund wenn.... nati0n – 28.01.10
...die Energiekonzerne "die Kosten" übernehmen würden... wer würde es im Endeffekt über den Strompreis zahlen?Sieh es ein.. der Bürger ist immer der dumme...zahlen müssen wir so oder so... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
wer zahlt? Smirne76 – 28.01.10
Wenn es keine gesetzliche Grundlage gibt, um die Energieversorger mit zu beteiligen, dann muss sie geschaffen werden. Sonst passt man sich die Gesetze doch auch nach Wunsch an. Wieso zahlt die Lagerung überhaupt der Steuerzahler und nicht die Energieversorger? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenVeralberungsblabla wer_wohl_wenn_nich_ich – 28.01.10
"Röttgen verwies auch auf eine mögliche Kostenbeteiligung der Energieversorgungsunternehmen. Es gebe jedoch keine Rechtsgrundlage für eine Haftung der Firmen, sagte er."Die Atomlobby hat extra ins Atomgesetz schreiben lassen, dass für die Kosten der Bund aufkommt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Wer zahlt? Mithos – 28.01.10
Nene, im Fall a) zahle ich nur, wenn ich den Strom von einem der Atommüll produzierenden Unternehmen beziehe.Langsam verstehe ich echt nicht mehr, warum sich über die Subventionierung von regenerativen Energien aufgeregt wird, wobei doch der Atom-Lobby schon seit geraumer Zeit die Kosten für die Abfall-Entsorgung abgenommen werden. Und die Schönrechnerei bezüglich niedrigem CO2-Ausstoß der Atomkraft sollte ebenfalls mal aufhören, schliesslich muss das nötige Spaltmaterial ja zunächst im Bergbau gewonnen werden. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Leider hast du es nicht begriffen... NiNi – 28.01.10
Die Atomkraftwerksbetreiber bekommen praktischdie gesamte differenz zwischen dem Produktionspreis und dem Strommarktpreis von Gaskraftwerken als Gewinn. Die Preise können sie also nicht wirklich erhöhen sodass da ein gute potential ist deren Gewinn abzuschöpfen und zur Kostendeckung z.B. von Asse zu verwenden.Das heißt wenn der Staat zahlt zahlen wir alle. Wenn die Atomkraftwerksbetreiber zahlen dann zahlen nur deren Aktionäre bzw die Firmen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Wer zahlt Ich – 28.01.10
Find es schon frech das alle dann zahlen sollen. Ich denke die Unternehmen die Atomkraft nutzen sollten das ganze auch bezahlen. Das heisst Leute die bei reinen Öko-Strom anbietern sind werden auch nicht von den Kosten belastet.Aber naja die Realität ist ungerecht und politiker unfähig der Industrie die Stirn zu bieten Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Wer Zahlt ist doch egal ich – 28.01.10
ha, nix begriffen?a) Kraftwerksbetreiber zahlen -> umlag Energiekosten -> Du zahlst.
b) Staat zahlt -> Du zahlst.
Catch 22 Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Beteiligung ? alain – 28.01.10
"mögliche Kostenbeteiligung der Energieversorgungsunternehmen"WAAAAAS ?!? WIE BITTE ?!? Ich würde mal sagen VOLLE KOSTENÜBERNAHME ! Pack... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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