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Atommülllager

Opposition im Bund will Untersuchungsausschuss zu Gorleben

Der Bundestag soll sich im kommenden Jahr verstärkt mit dem Atomendlager Gorleben beschäftigen: Die Opposition will einem Medienbericht zufolge im Januar einen Antrag für einen Untersuchungsausschuss stellen.

Umstrittenes Endlagerprojekt: Die Atommülltransporte ins niedersächsische Lager Gorleben werden immer wieder von Protesten begleitet.

© Christian Elsner

Im Bundestag soll es laut einem Zeitungsbericht im nächsten Jahr einen Untersuchungsausschuss zum Atom-Endlager-Projekt Gorleben geben. SPD, Grüne und Linkspartei haben sich nach Informationen der „Frankfurter Rundschau“ auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt, der im Januar in den Bundestag eingebracht werden soll. Der Ausschuss solle unter anderem dem Verdacht nachgehen, dass der umstrittene Standort in Niedersachsen nicht allein aufgrund von wissenschaftlichen Kriterien, sondern „politisch“ bestimmt und mögliche Alternativen bewusst ausgeblendet wurden.

Der Untersuchungsausschuss soll dem Bericht zufolge auch die genauen Umstände ausleuchten, unter denen die Gorleben-Auswahl in den siebziger Jahren stattfand. Zahlreiche Geologen hatten die Eignung des Salzstocks, der an der damaligen innerdeutschen Grenze lag, bezweifelt. Gorleben wurde aber trotzdem als einziger zur Erkundung ausgewählt.
Der Salzstock Gorleben im niedersächsischen Wendland ist seit mehr als 30 Jahren als Standort für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll im Gespräch.

afp


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