In der Kritik: Integrationsministerin Aygül Özkan (CDU)
Mit einer Einladung an alle Chefredakteure und Verlagsleiter in Niedersachsen hatte Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) vergangene Woche einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Die Medienvertreter wurden gebeten, am 16. August an einem Runden Tisch mit Migrantenvertretern über das Thema Integration in den Medien zu sprechen. Außerdem sah das Programm vor, dass die Journalisten eine Mediencharta unterzeichnen sollten, in der sie sich zu einer „kultursensiblen Sprache“ und zu einer Berichterstattung über das Thema Integration verpflichteten.
Journalistenverbände und Chefredakteure zeigten sich irritiert, zumal der Runde Tisch bei mehreren Redaktionsleitern angekündigt wurde, von einer Unterschrift aber nie die Rede gewesen sein soll. Nun soll es am 16. August im Courtyard-Hotel am Maschsee nur noch eine Diskussion geben.
Bereits am Freitag hatte Ministerin Özkan versucht, zu beschwichtigen: „Nichts liegt mir ferner, als die Unabhängigkeit der Medien in irgendeiner Form zu berühren.“
von Heiko Randermann
Kommentare
Medientortour S. Suleyman – 26.07.10
Die Türken sind eben ein sehr stolzes, patriotisches Volk, dessen Glaube über das Chr..tum. erhaben ist. Die lassen sich von den Deutschen nicht so leicht was sagen.Was glauben Sie, was z.B. jungen Landfrauen aus der Türk... über die deutsche ``Kultur`` gesagt wird, bevor diese hier einreisen, leben und Mutter von mindestens 2 Kindern werden ? Das darf man hier nicht schreiben. An ALLE : Die Türkische Kultur und Identität ist mehr als nur das Essen. Da sollten sich alle mehr für interessieren !!!!
Wenigstens ehrlich... Ulli – 26.07.10
Die Bemühungen zur Integration speziell der türkischstämmigen Mitbürger ist gescheitert - und das nicht erst gestern. Diese Tatsache scheint auch der Integrationsministerin Aygül Özkan bekannt zu sein. So ist es für diese Frau offenbar nur "ehrlich", ganz offen für Zensur und Schönschreiberei zu werben. Als ausländerkritisch kann man unsere Presselandschaft schon jetzt kaum bezeichnen. Die Intention kann also nur sein, noch einen Schritt weiter zu gehen, nämlich die Medien zur Wahrheitsbeugung zu verpflichten. Wann zieht man endlich die Konsequenzen, und ist ehrlich gegenüber der gescheiterten Gutmenschen-Politik? Man tut den integrationswilligen Ausländern und den Deutschen keinen Gefallen durch diese Schönlügerei.Sie suchen nach Wahrheit ? Hansi – 26.07.10
Hier werden Sie sie finden!Ab heute im Buchhandel: "Das Ende der Geduld" von der verstorbenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig.
Eine solche Frau hätte Ministerin werden müssen.
Pressefreiheit Wachsamer Deutscher – 26.07.10
Hätte ein "echter", womöglich konservativer Deutscher eine solche Forderung gestellt wie Özkan (naturgemäß dann zu einem anderen Thema), wäre er schon längst zum Rücktritt aufgefordert worden. Inzwischen ziehe ich den Umkehrschluß: Da die Presse sowieso äußerst "migrantenfreundlich" berichtet, frage ich mich, WIE schlimm es in Deutschland aussehen muß, wenn Özkan einen solchen Vorstoß für nötig hält. Und die Formulierung "kultursensibel" scheint direkt aus George Orwells Roman entnommen.Ministerin Özkan eds – 26.07.10
Wäre toll gewesen, wenn der damalige MP eine gute Hand bewiesen hätte. Hier Özkan, später ein Orden für Löw - der dann zum Vorschlag werden sollte - das kann schon als Pannen bezeichnent werden. Kann man also Frau Ö. etwas nachtragen? Nein, denn sie kann es anscheinend nur so.@hansi ds – 26.07.10
unbeachtlich der tatsache, dass ich ihren kommentaren hier bei np online nahezu immer zustimme, hat die frau ministerin hier zweifels ohne die zweite niederlage hinnehmen muessen. der erste fauxpas war vor ihrem amtsantritt! schon zu diesem zeitpunkt haette sich diese frau still und leise zurueck ziehen muessen...Fortschritt Hansi – 26.07.10
Immerhin soll jetzt auf eine Unterschrift verzichtet werden. Ein erster Sieg des gerechten Widerstandes!Dennoch bleibt "die Diskussion auf Augenhöhe". Auch diese sollte abgesagt werden.
Es ist und bleibt eine Einbestellung und Vorladung der Medienvertreter ins Reichspropagandaministerium! Und das darf nicht sein!
Die Medien sind einzig und allein der Wahrheit verpflichtet. Eine politische Vernebelung darf noch nicht einmal ansatzweise diskutiert werden.
Die Ministerin sollte nach dieser ersten Niederlage zurück (ge)treten (werden).
"deutsche" ministerin ds – 26.07.10
...als dieses amt sollte die frau ihren job sehen, und vielleicht einfach mal ihre herkunft aussen vor lassen. dies wuerde mithin zeigen, dass sie sich hier integriert hat. diesen ueberzogenen integrationsmist braucht kein mensch!Zensur Prokowski – 26.07.10
Auf ein Kreuz vom Wahlvolk solltet IHR auch verzichten.