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Nach Beißattacken

Niedersachsen will neues Hundegesetz verabschieden

Hunde sollen Chip mit Angaben zum Halter bekommen: Der niedersächsische Landtag plant ein neues Hundegesetz. Nach zahlreichen Beißattacken soll die Gesetzes-Novelle für mehr Sicherheit sorgen.
Das niedersächsische Kabinett will in der ersten Febraurwoche ein neues Hundegesetz beschließen.

Das niedersächsische Kabinett will in der ersten Febraurwoche ein neues Hundegesetz beschließen.

© dpa

Nach langem Streit soll das neue Hundegesetz mit schärferen Regeln für die Halter der Vierbeiner in der nächsten Woche im niedersächsischen Kabinett beraten werden. Danach gehe es in den Landtag, sagte die Sprecherin des Agrarministeriums, Natascha Manski, am Donnerstag in Hannover und bestätigte einen Bericht der Oldenburger „Nordwest-Zeitung“.

Die Novelle des Gesetzes sieht vor, dass alle Hunde ab einem Alter von sechs Monaten einen Chip mit Angaben zum Halter bekommen. Ferner wird eine Haftpflicht-Versicherung vorgeschrieben. Zudem müssen Herrchen und Frauchen ihre Eignung für den Umgang mit den Tieren belegen und einen sogenannten Sachkundenachweis haben.

Hundeschulen und -vereine sollen diese Prüfungen nach Plänen des CDU-geführten Ministeriums anbieten. Dabei lernen die Besitzer unter anderem etwas über das Sozialverhalten von Hunden, die Eigenschaften der Rasse und das Erkennen von Gefahrensituationen. Befreit ist beispielsweise, wer schon einmal mindestens zwei Jahre einen Hund besessen hat. Als Nachweis gilt die bezahlte Hundesteuer.

Der Internationale Hunde Verband (IHV) begrüßte, dass die Einführung der neuen Regeln nach langen Diskussionen nun vorankommt. „Endlich“, sagte Sabine Zapatka von der Landesgeschäftsstelle Niedersachsen/Bremen in Oldenburg. „Der Sachkundenachweis ist wichtig, denn man muss zumindest ein bisschen Ahnung von Hunden haben.“

„Nach zahlreichen Beißattacken von Hunden wollen wir für mehr Sicherheit sorgen“, sagte Manski. Für als gefährlich eingestufte Hunde gilt außerdem Leinen- oder Maulkorbzwang. Wann mit einer Verabschiedung des Gesetzes im Landtag zu rechnen ist, konnte die Sprecherin des Ministeriums nicht sagen.

dpa


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