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Zwei Jahre Wartezeit

Linke-Politikerin wird nach langem Streit eingebürgert

Das Hick-Hack um die Einbürgerung der Linke-Politikerin Jannine Menger-Hamilton hat ein Ende. Nach einem zweijährigen Streit bekommt sie am Montag die Einbürgerungsurkunde.
Linke-Politikerin Jannine Menger-Hamilton

Linke-Politikerin Jannine Menger-Hamilton

© dpa

Nach mehr als zweijährigem Hick-Hack wird die Linke-Politikerin Jannine Menger-Hamilton am Montag (19.) deutsche Staatsbürgerin. Sie erhalte ihre Einbürgerungsurkunde dann persönlich vom Präsidenten der Region Hannover, Hauke Jagau (SPD), sagte sie. Am Mittwoch war die Politikerin aus Laatzen zu einer Einbürgerungszeremonie mit rund 50 weiteren Neu-Bürgern in Hannover eingeladen. Sie verzichtete aber auf die Teilnahme an der Feier. „Ich wollte die anderen Bürger nicht in die politische Debatte hineinziehen.“ Der Verfassungsschutz beobachtet die Linke und hatte eine Einbürgerung der Politikerin abgelehnt.

Die bevorstehende Einbürgerung löst bei Menger-Hamilton, die in Laatzen in der Region Hannover lebt, „gemischte Gefühle“ aus. „Es war so ein langer Kampf. Ich bin zufrieden, aber die Riesen-Freude hat sich noch nicht eingestellt“, sagte sie.

Menger-Hamilton, deren Eltern aus Italien und Großbritannien stammen, ist Sprecherin der Linksfraktion im Landtag von Schleswig-Holstein. Bereits 2007 hatte sie einen deutschen Pass beantragt.

Das Verfahren löste Streit zwischen dem Innenministerium und der Region Hannover aus, die anders als der Verfassungsschutz keine Bedenken gegen eine Einbürgerung hatte. Die Linke und andere Oppositionsfraktionen im Landtag warfen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) vor, er sei schuld an der Verzögerung des Verfahrens, weil er die Linkspartei bekämpfe. Seine Behörde wiederum machte die Region Hannover für die zögerliche Entscheidung verantwortlich.

dpa


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