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Spendenaffäre

Funkes Rücktritt von politischen Ämtern ist amtlich

Der Rücktritt von Karl-Heinz Funke (SPD) von seinen politischen Ämtern in Jever und Varel ist nun auch amtlich. Der Ex-Bundeslandwirtschaftsminister schickte ein entsprechendes Fax an den Landkreis Friesland.
Karl-Heinz Funke (SPD)

Karl-Heinz Funke (SPD)

© dpa (Archiv)

Karl-Heinz Funke (SPD) hat in einem Fax an den Landkreis Friesland schriftlich erklärt, dass er sein Kreistagsmandat niederlegen wird. Das teilte der stellvertretende Landrat Olaf Lies (SPD) am Dienstag mit und bestätigte einen Bericht der „Nordwest-Zeitung“. In einem Schreiben an den Vareler Bürgermeister Gerd-Christian Wagner (SPD) erklärte Funke außerdem seinen Rückzug aus dem dortigen Stadtrat.

Der Politiker war wegen Zahlungen des Oldenburg-Ostfriesischen Wasserbandes (OOWV) zu seiner Silberhochzeitsfeier innerhalb seiner Partei unter Druck geraten. Ende Januar hatte er schließlich seinen Rücktritt erklärt. Auf seiner Sitzung am 17. März will der Kreistag in Varel dies nun formal bestätigen. „Dann wird das SPD-Mitglied Bernd Köhler nachrücken“, sagte Lies. Ob Funke zu der Sitzung kommen werde, sei ihm nicht bekannt. Er geht aber davon aus, dass der Kontakt zwischen dem 63-Jährigen und der Partei bestehenbleibt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in naher Zukunft wieder normal miteinander reden können.“

In Varel wird der Stadtrat schon am kommenden Dienstag (16.) den Rücktritt von Funke bestätigen und einen Nachfolger benennen. „Der Bürgermeister wird dann seine Leistungen würdigen“, sagte der Ratsvorsitzende Karlheinz Bäker (CDU). Funke hatte seine politische Laufbahn in den 70er Jahren in der Region begonnen und wird für seine Verdienste parteiübergreifend von vielen Politiker geachtet.

Beendet ist die Affäre für Funke mit dem Rücktritt allerdings noch nicht. Die Staatsanwaltschaft in Osnabrück ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der Untreue. Nach Angaben des Sprechers Alexander Retemeyer sichten die Ermittler zurzeit die Akten des OOWV. Da das Material aber sehr umfangreich sei, werde es noch dauern, bis ein Ergebnis vorliege, sagte Retemeyer.

lni


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