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Kriminalität

26.608 Waffen in Niedersachsen vernichtet

Offizierssäbel aus dem 2. Weltkrieg, selbst gebastelte Pistolen, Bajonette und alte Jagdgewehre: Insgesamt 26 608 Waffen haben Menschen in Niedersachsen im vergangenen Jahr freiwillig abgegeben.

Herr der Waffen: Uwe Krummel hat bei der Polizei in Hildesheim alte Waffen gesammelt

© lni

Doch nach wie vor gehören 2,6 Prozent der Niedersachsen zu den Waffenbesitzern, im Schnitt haben sie drei bis vier Exemplare im Schrank. Dazu zählen vor allem Jäger, aber auch Sportschützen. Insgesamt gibt es landesweit 768 047 Waffen in Privatbesitz, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Montag in Hannover. Der Minister will nun darauf drängen, dass die Kommunen regelmäßig unangemeldet kontrollieren, ob Privatleute ihre Waffen vorschriftsmäßig lagern.

Nach dem Amoklauf in Winnenden hatten Behörden dazu aufgerufen, alte Waffen freiwillig abzugeben. Bis Ende des Jahres galt eine Amnestieregelung, nach der auch der illegale Besitz von Waffen nicht geahndet wurde, wenn die Gewehre freiwillig herausgerückt wurden. Diese Amnestie ist nun ausgelaufen. Der Großteil der eingesammelten Waffen wurde bereits in den Hochöfen der Salzgitter AG eingeschmolzen. „Die Aktion war ein Riesenerfolg“, bilanzierte Schünemann. Sonst seien jährlich nur etwa 5000 Waffen in Niedersachsen abgegeben worden.

Die meisten Gewehre, nämlich 6675, wurden im Bereich der Polizeidirektion Oldenburg abgegeben. In Bereich der Direktion Göttingen lieferten die Bürger 5498 Waffen ab, in Lüneburg 4510, in Braunschweig 3932, in Hannover 3004 und in Osnabrück 2989. lni


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  • Sicherheit M.Ohamed – 18.01.10
    Diese Sammelaktion mag vielleicht für Schünemann oder den Staat erfolgreich gewesen sein, die Bevölkerung auf
    der Strasse fürchtet sich aber vor ganz anderen "Waffen".
    Mal von Winnenden abgesehen werden die meisten Morde mit Waffen verübt die man in jeder Küche findet.

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