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13:45 31.01.2010
Gut für die Verbraucher: Die Discounter senken wieder die Preise.  Quelle: Behrens
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KÖLN. Erst vor zweieinhalb Wochen hatten mehrere Discounter bei Produkten wie Frühstücksflocken, Pflanzenölen und Erdnuss-Snacks den Rotstift angesetzt. Im vergangenen Jahr hatte es im Lebensmittelhandel insgesamt zwölf Preissenkungsrunden gegeben. Industrie, Landwirtschaft und Politik hatten den andauernden harten Preiskampf scharf kritisiert.

Unterdessen ist es den Discount-Riesen Aldi und Lidl trotz ihrer aggressiven Preispolitik 2009 nicht gelungen, ihre Marktanteile auszuweiten. Nach einer Erhebung des Nürnberger Marktforschers GfK, über die die „WirtschaftsWoche“ berichtet, schrumpfte Aldis Marktanteil im vergangenen Jahr von 19 auf 18,4 Prozent. Der Discounter büßte den Zahlen zufolge in Deutschland mehr als vier Prozent Umsatz ein und verzeichnete damit den wohl bisher stärksten Umsatzeinbruch.

Auch Konkurrent Lidl konnte demnach anders als in den Vorjahren kaum noch wachsen. Der Marktanteil des Unternehmens stagnierte 2009 laut GfK bei 9,8 Prozent (2008: 9,7 Prozent). Das Abschneiden von Aldi und Lidl habe auch dazu geführt, dass der Anteil des Discountersegments am Gesamtmarkt erstmals seit fast 50 Jahren bei rund 44,6 Prozent stagniert. Die GfK-Daten basieren auf der monatlichen Auswertung der Einkaufsbons von 30 000 Haushalten.

GfK-Konsumforscher Wolfgang Twardawa sagte der „Wirtschafts-Woche“: „Die Ära des stürmischen Wachstums ist vorbei.“ Als Ursache sieht der Experte nicht nur den harten Preiskampf der Branche, sondern auch Rückgänge im Geschäft mit Aktionsartikeln sowie strukturelle Probleme. So würden sich die Discounter durch den Ausbau ihrer Filialnetze zunehmend selbst Konkurrenz machen.

Unterdessen erlebten Supermärkte 2009 laut Studie ein kleines Comeback. Erstmals seit Jahren stieg der Marktanteil des Segments laut GfK leicht von 23,6 auf 23,7 Prozent. Auch Drogeriemärkte konnten Marktanteilsgewinne verbuchen (von 8,4 auf 8,6 Prozent), während SB-Warenhäuser deutlich verloren (von 23,5 auf 23,1 Prozent) Insgesamt gaben die Konsumenten - so die Erhebung - im vergangenen Jahr rund 150,1 Milliarden Euro im deutschen Lebensmitteleinzelhandel aus, 1,8 Milliarden Euro weniger als 2008. Als Hauptursache für den Rückgang sehen Experten die zwölf Preissenkungswellen im vergangenen Jahr. dpa

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