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Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch dazu aufgerufen, nach anderen Wegen der Konfliktlösung als den Einsatz von Waffen zu suchen.

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch dazu aufgerufen, nach anderen Wegen der Konfliktlösung als den Einsatz von Waffen zu suchen. © Patrick Seeger

Kirchen

Zollitsch: Jeder für Frieden verantwortlich

Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch hat zum Weltfriedenstag am 1. Januar dazu aufgerufen, nach anderen Wegen der Konfliktlösung als den Einsatz von Waffen zu suchen.

Freiburg. "Es muss uns wachrütteln, wenn Rüstungsexporte weltweit ein florierendes Geschäft sind und vielerorts die Ausgaben für das Militär steigen, während viele Millionen Menschen hungern", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz der Nachrichtenagentur dpa. "2012 war kein Jahr der spektakulären Kriege, aber es war auch kein Jahr des Friedens." Vielerorts wie im Nahen Osten, in Lateinamerika oder in Afrika habe Gewalt das Geschehen bestimmt.

Die Globalisierung der Wirtschaft und ein weltweit tätiges Finanzkapital verlangen nach den Worten des Bischofs nach einer Weiterentwicklung und Vertiefung der internationalen Ordnung. Darauf weise auch Papst Benedikt XVI. in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag hin, den die katholische Kirche an Neujahr feiert.

"Frieden ist nicht nur eine Aufgabe für Politiker", betonte Zollitsch. "Der Weltfriedenstag ist deshalb eine nachdrückliche Aufforderung an alle Menschen, die persönliche Verantwortung für den Aufbau des Friedens zu erkennen." So solle jeder darüber nachdenken, was er in seinem konkreten Umfeld - in Familie, Nachbarschaft, Schule und Beruf - zur Ausbreitung des Friedens beitragen kann.

Besonders weise der Papst auf die Ernährungskrise hin, die allzu schnell wieder aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwunden sei, sagte Zollitsch. "Wenn fast eine Milliarde Menschen nicht einmal das Nötigste zum Leben haben, dann sind wir von einem gerechten Frieden noch weit entfernt. Unerträgliche soziale Bedingungen sind ein gefährlicher Nährboden für Radikalismus und Gewaltbereitschaft."

dpa


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