Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Zeitung: Schavan reichte Stellungnahme zu Plagiatsvorwurf ein
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Zeitung: Schavan reichte Stellungnahme zu Plagiatsvorwurf ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:50 10.11.2012
Schavan promovierte 1980 in Düsseldorf. Quelle: Uwe Anspach/Archiv
Anzeige
Düsseldorf/Berlin

Wie die Zeitung am Samstag unter Berufung auf Quellen im Umfeld der Ministerin berichtete, bestreitet Schavan darin den Vorwurf, in ihrer 1980 verfassten Dissertation abgekupfert zu haben. Sie gebe Auskunft darüber, wie sie die Arbeit vor 22 Jahren angefertigt habe.

Ein Sprecher des Bundesbildungsministerium wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Die Ministerin habe stets deutlich gemacht, dass "die Universität Düsseldorf Herr des Verfahrens" sei. Die Heinrich-Heine-Universität darf zum Stand des Verfahrens keine Auskunft mehr geben.

Mitte Oktober war ein erstes vertrauliches Gutachten durch eine Indiskretion an die Öffentlichkeit gelangt, in dem der beauftragte Gutachter Stefan Rohrbacher Schavan nach Medienberichten eine Täuschungsabsicht vorwirft. Dies hatte einen heftigen Streit auch innerhalb der Wissenschaft über Standards, die bei Dissertationen anzulegen sind, ausgelöst. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Schavan ihr Vertrauen ausgesprochen, die Opposition forderte vereinzelt den Rücktritt der Ministerin.

Auch die Düsseldorfer Universität geriet in die Kritik, weil die Voruntersuchung an die Öffentlichkeit gelangen konnte. Die Uni stellte daraufhin Strafanzeige gegen unbekannt. Die Hochschulspitze hatte betont, dass das Verfahren erst in einem frühen Stadium sei. Die Kommission könne weitere Expertisen und Gutachten einholen und zu dem Ergebnis kommen, dass die Vorwürfe haltlos seien.

Die Arbeit Schavans wird vom Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät der Uni geprüft. Dieser spricht eine Empfehlung aus, ob die Dissertation aberkannt werden soll.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Vorgehen von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bei der Gründung eines weiteren Zentrums zur Extremismusbekämpfung stößt in Nordrhein-Westfalen auf heftige Kritik.

10.11.2012

Beim Absturz eines algerischen Militärflugzeugs in Südfrankreich sind vermutlich alle sechs Insassen ums Leben gekommen. Bis zum Freitagabend fanden die Rettungskräfte vier Leichen im Wrack der zweimotorigen Frachtmaschine.

10.11.2012

Ausnahmezustand in Chinas Internet: Mit den massiven Zensurmaßnahmen wegen des Parteitages der Kommunistischen Partei ist erstmals der Zugang zu den Google-Diensten von China aus weitgehend gesperrt worden.

10.11.2012
Anzeige