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Mazedonische Polizisten geleiten illegal eingereiste Flüchtlinge zurück zur griechischen Grenze. Allein seit Jahresbeginn haben mehr als 68 000 Menschen von der Türkei zu den griechischen Inseln übergesetzt.

Mazedonische Polizisten geleiten illegal eingereiste Flüchtlinge zurück zur griechischen Grenze. Allein seit Jahresbeginn haben mehr als 68 000 Menschen von der Türkei zu den griechischen Inseln übergesetzt. © Georgi Licovski,

Migration

Zehntausende Migranten in Griechenland angekommen

Schleuser in der Ägäis und entlang der Balkanroute verdienen viel Geld. Zehntausende Migranten kommen weiter aus der Türkei nach Griechenland. In der Ägäis könne kein Zaun errichtet werden, betont Athen.

Athen. Trotz aller Appelle an die Türkei zur besseren Grenzsicherung schwillt der Flüchtlingszustrom nach Griechenland weiter an. Mehr als 68 000 Menschen setzten seit Jahresbeginn von der türkischen Ägäisküste zu den griechischen Inseln über, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

Allein in den ersten sechs Februartagen kamen demnach 7521 Migranten nach Griechenland, im ganzen Februar 2015 waren es 2873. Mindestens 366 Menschen überlebten die Überfahrt nicht oder werden vermisst. Fast alle Migranten versuchen, von Griechenland aus auf der sogenannten Balkanroute weiter Richtung Österreich und Deutschland zu gelangen.

Mit Spannung wurde in Griechenland der für Montag anstehende Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Türkei erwartet. Die Türkei ist für Migranten das wichtigste Transitland auf dem Weg nach Griechenland und in den Schengenraum. Ankara hatte Ende November zugesagt, seine Grenzen besser zu schützen, im Gegenzug versprach die EU mindestens drei Milliarden Euro für die Versorgung der mehr als zwei Millionen Flüchtlinge in der Türkei. Kritiker werfen der Türkei vor, bislang unter ihren Möglichkeiten zu bleiben. Die griechischen Behörden sind ratlos. Den Zustrom über das Meer kann man nicht mit Zäunen stoppen, betont das Außenministerium in Athen.  

Am griechisch-mazedonischen Eisenbahn-Grenzübergang bei Idomeni-Gevgelija harrten am Wochenende bei eisigen Temperaturen nach Schätzungen der Polizei zwischen 5000 und 7000 Flüchtlinge aus. Der Stau entstehe, weil die Menschen nur in kleineren Gruppen nach Mazedonien gelassen würden. Dutzende Busse mit weiteren Migranten waren nach griechischen Medienberichten unterwegs von Piräus nach Idomeni.

Nur Migranten aus Syrien, dem Irak und Afghanistan dürfen die Grenze passieren. Schleuser machen laut örtlichen Behörden "gute Geschäfte" mit den anderen Migranten. Gegen Bargeld zeigten sie ihnen Übergangsstellen nach Mazedonien, die vor allem nachts unbeaufsichtigt seien, damit auch sie weitergelangten.  

Beim Bau von Registrierzentren drückt Griechenland indessen aufs Tempo. "In zwei Wochen werden sie fertig sein", hieß es aus Kreisen des Verteidigungsministeriums. Pioniere des griechischen Heeres beteiligten sich am Bau. Eins davon auf Lesbos ist fertig. Vier weitere sollen auf den Inseln Chios, Samos, Leros und Kos entstehen.

dpa


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