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Deutschland/Welt Zahl der Flüchtlinge bleibt konstant
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13:32 07.06.2016
Zugang zu einem Warteraum für Asylbewerber in einem Ankunftszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Quelle: Harald Tittel
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Berlin/Nürnberg

Im Mai sind erneut relativ wenige Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag mitteilte, wurden knapp 16 300 Asylbewerber registriert - das waren etwa 300 mehr als im April.

Im Februar waren es noch gut 60 000 gewesen und im Januar etwa 90 000. Hauptgrund für den Rückgang ist die Schließung der Balkanroute Anfang März. Im November hatte die Zahl der Neuankömmlinge noch bei mehr als 200 000 gelegen.

Dennoch kommt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg mit der Arbeit nicht hinterher. Die Zahl der Asylanträge ist im Mai im Vergleich zum April genauso gesunken wie die Zahl der Entscheidungen. Gleichzeitig ist der Berg der noch nicht entschiedenen Anträge weiter gestiegen: Im Vergleich zum April nahm die Zahl der Altfälle um knapp 28 000 auf inzwischen rund 460 000 zu.

Eigentlich kann das BAMF wegen des geringeren Zuzugs inzwischen auch mehr Asylanträge von Menschen entgegennehmen, die schon länger in Deutschland sind. Im Mai wurden knapp 55 300 Asylanträge gestellt - ein Anstieg um 113 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem April bedeutet dies jedoch einen Rückgang um 9,3 Prozent.

Entschieden hat das Bundesamt im Mai über knapp 36 500 Anträge. Dies entspricht einem Anstieg um 117 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum April waren es jedoch fast 8000 Entscheidungen weniger. Das Bundesamt begründet dies damit, dass inzwischen auch mehr alte und damit oft kompliziertere Fälle bearbeitet werden, deren Bearbeitung und Entscheidung länger dauert.

Bei den Herkunftsländern lag Syrien weiter an der Spitze, gefolgt von Afghanistan, Irak und Iran. Von Januar bis Mai 2016 wurden 310 000 Asylanträge gestellt, was einen Anstieg um 118 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet. Mit 142 000 Asylbewerbern aus Syrien hat sich deren Zahl im Vergleichzeitraum mehr als verfünffacht.

dpa

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