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Deutschland/Welt Wilders und Le Pen fordern weitere EU-Referenden
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Wilders und Le Pen fordern weitere EU-Referenden
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08:35 24.06.2016
Geert Wilders: «Und die Niederlande werden die Nächsten sein!». Quelle: Martijn Beekman
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Amsterdam

"Bye bye Brüssel", jubelte er angesichts des Vorsprungs für das Brexit-Lager in Großbritannien am Freitag auf Twitter. "Und die Niederlande werden die Nächsten sein!"

 Am Donnerstag hatte Wilders im Fernsehsender Phoenix gesagt: "Man kann den Geist nicht mehr in die Flasche bekommen. Das Ende der EU hat schon begonnen, unabhängig davon, wie sich die Briten entscheiden."

 Die Chefin von Frankreichs rechtsextremer Front National, Marine Le Pen, hat nach dem Brexit-Votum in Großbritannien weitere Abstimmungen in den EU-Mitgliedsstaaten gefordert. "Sieg der Freiheit!", schrieb Le Pen am Freitagmorgen auf Twitter. "Wie ich es seit Jahren fordere, brauchen wir jetzt dasselbe Referendum in Frankreich und in den Ländern der EU." Zuvor hatte bereits ihre Nichte Marion Le Pen, Abgeordnete der Nationalversammlung, von einem "Franxit" gesprochen. "Es ist jetzt an der Zeit, die Demokratie in unser Land zu importieren", schrieb sie.

 Die irisch-nationalistische Partei Sinn Fein fordert nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien eine Abstimmung über eine Wiedervereinigung Irlands. Ein solches Referendum zur Abschaffung der irischen Grenze sei ein "demokratischer Imperativ", sollte Nordirland für einen Verbleib in der Europäischen Union gestimmt haben, berichtete unter anderem der Sender Sky News am Freitagmorgen unter Berufung auf Parteiquellen. "Die britische Regierung hat (...) jedes Mandat, die Interessen der Menschen in Nordirland zu repräsentieren, verloren", zitierte die "Irish Times" den Sinn-Fein-Vorsitzenden Declan Kearney.

 Nordirland hat der BBC zufolge mit 55,7 Prozent für einen Verbleib in der EU gestimmt. Das Brexit-Lager schnitt damit aber stärker ab als erwartet.

dpa

Mehr als 46 Millionen Briten waren am Donnerstag aufgerufen, über einen EU-Austritt ihres Landes abzustimmen. In or out? Drinbleiben oder Rausgehen? - Die britische Gesellschaft scheint in dieser Frage tief gespalten zu sein. Das Ergebnis gibts am Freitagmorgen hier in unserem Live-Ticker.

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Im Streit über die Neuordnung der Finanzbeziehungen hat der Präsident des Bundesrechnungshofes, Kay Scheller, den Bund vor Kritik der Länder in Schutz genommen.

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Estlands Präsident Toomas Hendrik Ilves hat die Aussagen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zur Russland-Politik der Nato kritisiert.

Er sei ziemlich ratlos, wenn er innenpolitisch motivierte Geschichten über Kriegshysterie oder Säbelrasseln seitens der Nato in Estland oder anderswo in Europa lese, sagte Ilves am Donnerstag in einer Rede in der Stadt Võru im Südosten Estlands. 

"Seien wir ehrlich, Kriegshysterie geht einher mit der kürzlich eskalierenden, gegen den Westen gerichteten Militäraktivität in unserem Teil der Welt.

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