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Deutschland/Welt Wieder werden Dutzende Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Wieder werden Dutzende Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst
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16:40 12.08.2015
Der Rest eines Schlauchboots an der griechischen Küste: Erneut sind Flüchtlinge in Seenot. Foto: Manolis Lagoutaris/Archiv
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Die italienische Marine hatte mindestens 54 Menschen von dem Schlauchboot gerettet, das anschließend kenterte. Sie kamen am Mittwoch auf der italienischen Insel Lampedusa an und berichteten von etwa 60 weiteren Insassen ihres Bootes.

Bereits am Dienstag hatte ein Hubschrauber der Marine das Schlauchboot entdeckt, das kurz vor dem Kentern stand. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren insgesamt etwa 120 Menschen an Bord, die meisten davon aus Mali, dem Senegal, Nigeria und Gambia. Sie waren demnach bereits am Montag mit dem kaum seetüchtigen Boot von Libyen aus aufgebrochen und schon nach wenigen Stunden in Seenot geraten. Sie versuchten zwar noch, nach Libyen zurückzukehren, doch diese Versuche scheiterten.

Laut UNHCR wurden am Mittwoch noch 66 Menschen vermisst. Die Einsatzkräfte der Marine hatten zunächst Rettungsinseln abgeworfen, nachdem sie das Boot entdeckt hatten. Wenig später eilte ein Schiff der Marine den Menschen zu Hilfe und nahm sie auf.

Unterdessen sorgten die Bilder einer weiteren spektakulären Rettungsaktion in Italien für Aufsehen. Ein Helikopter der Marine hatte in der Nacht zwei Flüchtlinge im Mittelmeer entdeckt, die sich stundenlang an einem Kanister festgehalten hatten und so über Wasser blieben und überlebten. Sie wurden völlig entkräftet aus dem Meer geborgen und von den Helfern ebenfalls nach Italien gebracht.

Erst vergangene Woche waren bei einem Schiffsunglück im Mittelmeer vermutlich Hunderte Menschen ertrunken. Etwa 200 Migranten wurden am Mittwoch noch immer vermisst, nachdem ihr völlig überladenes Boot vor einer Woche vor der libyschen Küste gekentert war. 373 Menschen hatten die Retter in Sicherheit bringen können.

Nach früheren Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) waren bis Anfang August in diesem Jahr bereits 2000 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ums Leben gekommen. Die Route von Libyen nach Italien ist dabei die mit Abstand tödlichste.

dpa

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