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Deutschland/Welt Widersprüchliche Umfrageergebnisse vor Griechenland-Wahl
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10:14 17.09.2015
Beim Wahlsieger sind sich die Institute nicht einig. Im Rennen um den dritten Platz sehen alle Umfragen die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte vorn. Quelle: Stringer
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Athen

Eine am Donnerstag von der Zeitung "To Vima" veröffentlichte repräsentative Erhebung sieht das Linksbündnis Syriza von Alexis Tsipras mit 29 Prozent knapp in Führung vor den Konservativen der Nea Dimokratia (ND), die mit ihrem Vorsitzenden Evangelos Meimarakis auf 28,4 Prozent kommen.

Eine Erhebung für die konservative Zeitung "Kathimerini" zeigt ein umgekehrtes Bild: Hier führen die Konservativen mit 30 Prozent mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Punkten gegenüber der Syriza (29,5 Prozent).

Eine Umfrage, die in der linken Zeitung "Efimerida ton Syntakton" am Donnerstag veröffentlichte wurde, deutet dagegen auf ein klare Führung für das Bündnis der radikalen Linken hin: Demnach bekäme Syriza 28 Prozent, die Konservativen nur 24 Prozent.

Die Wahlen am 25. Januar hatte Tsipras mit 36,3 Prozent vor der ND mit 27,8 Prozent gewonnen. Von den 300 Sitzen werden 250 proportional verteilt; die stärkste Partei bekommt zudem einen Bonus von 50 Sitzen.

Nach den aktuellen Umfragen würde keine Partei eine absolute Mehrheit von 151 Mandaten im Athener Parlament erreichen. Der Sieger wäre auf die Hilfe eines oder mehrerer Koalitionspartner angewiesen.

Im Rennen um den dritten Platz sehen alle Umfragen die Rechtsextremisten der Goldenen Morgenröte mit bis zu 7,5 Prozent vorn. Die Kommunisten sowie die bürgerliche Partei To Potami und die traditionellen Sozialisten kämpfen um Platz vier. Für jede dieser Parteien wird ein Ergebnis zwischen vier und 5,5 Prozent erwartet.

Die von der Syriza abgespaltene Linkspartei Volkseinheit (LAE) liegt in den Umfragen knapp über der Drei-Prozent-Marke. Zittern muss der bisherige Koalitionspartner der Syriza, die rechtspopulistische Partei der Unabhängigen Griechen (Anel). Sie liegt in den Umfragen bei etwa zwei bis drei Prozent. Für den Einzug ins Parlament sind drei Prozent notwendig. 

dpa

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