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Ein nigerianischer Soldat in Abuja an einer Straßenkontrolle.

Ein nigerianischer Soldat in Abuja an einer Straßenkontrolle. © Michael Kappeler

International

Westerwelle verurteilt islamistischen Terror in Nigeria

Nach Berichten über ein Massaker des nigerianischen Militärs hat Außenminister Guido Westerwelle (FDP) lückenlose Aufklärung verlangt."Das sind schwerwiegende Berichte", sagte er am Samstag zum Abschluss seiner viertägigen Westafrika-Reise in der nigerianischen Hauptstadt Abuja.

Abuja. a. Ihm lägen aber noch keine eigenen Erkenntnisse darüber vor.

Nach Berichten des britischen Senders BBC sollen nigerianische Soldaten am Freitag Dutzende Jugendliche erschossen haben. Das Blutbad soll sich in Maiduguri ereignet haben, der Hochburg der islamistischen Sekte Boko Haram. Ein Imam erklärte, allein in seiner Straße seien elf Jugendliche getötet worden, unter ihnen vier seiner Söhne. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty Internationale hatte den nigerianischen Sicherheitskräfte bereits am Donnerstag in einem Bericht vorgeworfen, auch mit Folter und Exekutionen gegen die Boko Haram vorzugehen.

Die Sekte will einen Gottesstaat in Nigeria errichten. Sie ist für zahlreiche Terroranschläge verantwortlich, bei denen in den letzten Jahren etwa 1400 Menschen getötet wurden. Am Donnerstag erklärte die Gruppe aber überraschend ihre Bereitschaft zu Friedensverhandlungen unter bestimmten Bedingungen. Die Regierung zeigte sich offen für Gespräche.

Westerwelle kam zum Abschluss seiner Reise in Abuja mit hochrangigen Vertretern der Christen und Muslime zusammen. Dabei rief er zu Toleranz und Respekt auf und verurteilte den Terror der Boko Haram. "Das ist keine Auseinandersetzung zwischen Religionen, es ist eine Auseinandersetzung zwischen denen, die friedlich sind, und denen, die es nicht sind", sagte Westerwelle. "Es gibt eine kleine Minderheit, die sich für Intoleranz und Gewalt einsetzt." In dem bevölkerungsreichsten afrikanischen Land leben rund 165 Millionen Menschen, von denen jeweils etwa 45 Prozent christlichen und muslimischen Glaubens sind.

dpa


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