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Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt).

Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). © Jan Woitas/Symbol

Arbeitsmarkt

Weniger Förderstellen für Langzeitarbeitslose

Die Zahl öffentlich geförderter Beschäftigungsstellen für Langzeitarbeitslose ist seit 2010 drastisch reduziert worden. Dies geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Mittwoch) berichtete.

Berlin. vorbereitet wurden, waren es Mitte dieses Jahres nur noch 136 000.

Dies geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Mittwoch) berichtete.

Die Bundesagentur für Arbeit verteidigte den Abbau: Ein-Euro-Jobs führten in weniger als zehn Prozent der Fälle zu einem erfolgreichen Einstieg in sozialversicherungspflichtige Arbeit, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt der "FAZ".

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums sagte, für die Förderung von Langzeitarbeitslosen stehe heute pro Kopf genauso viel Geld zur Verfügung wie 2008 - also noch vor Beginn der Wirtschaftskrise. Der Vergleich der Jahre 2010 und 2014 sei in diesem Zusammenhang nur bedingt aussagekräftig.

Erfahrungen aus verschiedenen Förderprogrammen zeigten zudem, dass es bei einem Teil der Langzeitarbeitslosen weiter schwierig bleibe, sie trotz der verschiedenen Hilfen "in den ersten Arbeitsmarkt" zu integrieren. Im Ministerium gebe es Überlegungen, diese Arbeitslosen künftig bei Integrationsprogrammen auch längerfristig individuell zu betreuen. Rund eine viertel Million Langzeitarbeitslose sind seit 2005 ohne Beschäftigung.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Brigitte Pothmer, kritisierte den Abbau von Förderstellen. "Während die Zahl der Langzeitarbeitslosen seit geraumer Zeit stagniert und zuletzt sogar wieder leicht gestiegen ist, geht die Zahl der öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisse immer weiter zurück", sagte sie der "FAZ". Dadurch würden viele Betroffene "dauerhaft abgehängt".

dpa


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