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Auch durch den längjährigen Konflikt im Südsudan sind viele Menschen auf der Flucht und unterversorgt. Foto: Hanbit Unit/Archiv

Auch durch den längjährigen Konflikt im Südsudan sind viele Menschen auf der Flucht und unterversorgt. Foto: Hanbit Unit/Archiv

Soziales

Weltweit deutlich weniger Menschen unterernährt

Immer noch hungern fast 800 Millionen Menschen auf der Welt. Eine Hauptursache sieht die Welthungerhilfe in den zahlreichen kriegerischen Konflikten. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Berlin. Die Zahl der weltweit hungernden Menschen hat sich in den ersten 15 Jahren dieses Jahrtausends deutlich verringert. Der Anteil der Unterernährten an der Weltbevölkerung ist seit dem Jahr 2000 von 18,5 auf 13,1 Prozent gesunken.

Allerdings starben dem Welthunger-Index des Internationalen Forschungsinstituts für Ernährungs- und Entwicklungspolitik zufolge immer noch 600.000 Menschen bei Hungersnöten. Die Zahl der hungernden Menschen liegt heute bei 795 Millionen. Die Welthungerhilfe rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, mehr für die Bewältigung bewaffneter Konflikte zu tun. "Konflikte wie in Syrien, dem Irak oder im Südsudan sind die größten Hungertreiber", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Diekmann. 172 Millionen Menschen sind von solchen Konflikten betroffen.

Im Vergleich zum vergangenen Jahrhundert, als in manchem Jahrzehnt noch 15 Millionen Menschen bei Hungersnöten starben, haben sich die Ernährungsprobleme aber weltweit deutlich verringert. Die auf Hunger zurückzuführenden Wachstumsverzögerungen bei Kindern gingen seit dem Jahr 2000 von 37,5 auf 28,2 Prozent zurück. Der Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren sank von 8,2 auf 4,9 Prozent.

Vor allem in Südamerika, Asien und Osteuropa hat sich die Situation der Langzeitstudie zufolge deutlich verbessert. In 52 Ländern und damit in etwa jedem vierten Land der Welt ist die Lage aber weiterhin ernst oder sehr ernst. Vor allem Afrika und Südasien sind weiterhin von Hungersnöten betroffen.

Am schlimmsten ist die Situation in Sambia im südlichen Afrika und in den afrikanischen Bürgerkriegsländern Tschad und Zentralafrikanische Republik. Dahinter folgen Madagaskar und Sierra Leone, der Karibikstaat Haiti sowie Afghanistan und Osttimor in Asien.

dpa


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