Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Weiter keine Annäherung im Atomstreit mit Iran
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Weiter keine Annäherung im Atomstreit mit Iran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:40 06.04.2013
Zunächst war aus der iranischen Delegation verlautet, dass beide Seiten auch am Abend weiterverhandeln wollten. Quelle: Igor Kovalenko
Anzeige
Almaty

y. Ashton lobte aber Qualität und Tiefe der Verhandlungen.

"Erstmals habe ich einen Austausch zwischen der Gegenseite und uns gesehen", sagte die EU-Diplomatin. Alle Fragen seien detaillierter diskutiert worden als zuvor. Ashton ist Chefunterhändlerin der sogenannten 5+1-Gruppe, der die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland angehören. Ort und Datum der nächsten Verhandlungsrunde wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Der iranische Verhandlungsführer Said Dschalili nannte die Anreicherung von Uran ein "unveräußerliches Recht" seines Landes, "seien es 5 Prozent oder 20 Prozent". Nun liege es an der 5+1-Gruppe, das Vertrauen des iranischen Volkes zu gewinnen. Das "feindliche Verhalten" müsse aufhören, forderte Dschalili.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Die iranische Führung bestreitet das. Teheran fordert seinerseits, das Recht auf ein ziviles Atomprogramm anzuerkennen und die Sanktionen gegen das Land aufzuheben. Diese Strafmaßnahmen betreffen vor allem den Öl- und Finanzsektor.

Russland nahm den Iran in Schutz. "Aus Sicht der Iraner ist die Position der westlichen Partner etwas enttäuschend", sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow. Er sprach sich dafür aus, dem Iran auch das Recht auf Anreicherung von Uran zuzugestehen - im Gegenzug für eine Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA. Russland lehne einseitige Sanktionen ab, betonte Rjabkow.

Bei den vorigen Gesprächen - ebenfalls in Almaty - hatte die 5+1-Gruppe dem Iran ein neues Angebot vorgelegt. Demnach verzichtet sie nun angeblich auf ihre bisherige Forderung an Teheran, die Uran-Anreicherungsanlage in Fordo zu schließen. Stattdessen solle lediglich die Leistung reduziert werden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel haben sich für eine bundesweite Steuerfahndung ausgesprochen. Gabriel warf den unionsgeführten Ländern Bayern und Hessen in der "Bild am Sonntag" vor, sie würden "mit wenig Steuerfahndern und seltenen Steuerprüfungen als besondere Art der Wirtschaftsförderung werben und so Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisten".

06.04.2013

Rund 68 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wollen deutsche Fahnder laut einem Bericht Vorermittlungen gegen 50 mutmaßliche NS-Täter einleiten. Die Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg bei Stuttgart hat nach Informationen der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe frühere KZ-Aufseher des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Visier.

06.04.2013

Im syrischen Bürgerkrieg sind erneut Journalisten zum Ziel eines Übergriffs geworden. Vier italienische Reporter wurden in unmittelbarer Nähe der Grenze zur Türkei verschleppt, wie Aktivisten der Opposition am Samstag mitteilten.

06.04.2013
Anzeige