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Deutschland/Welt Weißes Haus, Eiffelturm und Big Ben: IS droht mit Anschlägen
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15:23 13.03.2015
Das Londoner Wahrzeichen Big Ben. Quelle: Soeren Stache/Archiv
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Bagdad

Zugleich nahm er den Treueschwur an, den die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram am vergangenen Wochenende verkündet hatte.

Die Behörden in Frankreich und Großbritannien sahen nach der Audiobotschaft keinen Grund für verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Rund um das britische Parlament mit dem Elizabeth-Turm, der die Glocke "Big Ben" beherbergt, waren am Freitag die üblichen Sicherheitskräfte zu sehen. Im Großraum Paris herrscht bereits seit der Anschlagserie vom Januar die oberste Terrorstufe.

Al-Adnani drohte auch mit einem Angriff auf Italien und Spanien, "nachdem wir Euer Leben schwarz und dunkel gemacht haben und wir das Weiße Haus, Big Ben und den Eiffelturm in die Luft gesprengt haben". Der IS beherrscht in Syrien und im Irak riesige Gebiete und hat dort ein "Islamisches Kalifat" ausgerufen. Al-Adnani sagte, der IS werde sich auf die arabische Halbinsel und bis nach Pakistan ausdehnen.

Nach Gruppen in Ägypten und Libyen hatte sich auch Boko Haram den sunnitischen Extremisten angeschlossen. "Das Kalifat hat den Treueschwur unserer Brüder (...) im Heiligen Krieg akzeptiert und gratuliert ihnen", erklärte Al-Adnani. Boko Haram terrorisiert den Nordosten Nigerias. Bei Angriffen und Attentaten kamen mehr als 13 000 Menschen um, mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Al-Adnani appellierte an die Muslime in der ganzen Welt, sich dem "Islamischen Kalifat" anzuschließen und gegen die "Ungläubigen" zu kämpfen. Zuletzt hatte Al-Adnani Ende Januar IS-Anhänger in einer Audiobotschaft zu Anschlägen aufgerufen.

In den vergangenen Wochen musste der IS mehrere militärische Niederlagen hinnehmen. Im Irak stehen die Armee und schiitische Milizen kurz vor der Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Tikrit, die der IS im vergangenen Sommer erobert hatte. Laut einem Sicherheitsoffiziellen setzen sich dort derzeit nur noch einige "Widerstandsnester" des IS zur Wehr.

Auch in Syrien haben die Dschihadisten Gebiete verloren, darunter die über Monate umgekämpfte Stadt Kobane. Seit Monaten bombardieren die USA und ihre Verbündeten den IS in beiden Ländern aus der Luft.

Al-Adnani sagte hingegen, der IS sei "noch immer siegreich" und werde von Tag zu Tag stärker. "Die Siege, über die die Kreuzfahrer und die Ablehner des richtigen Glaubens (gemeint sind damit die Schiiten) reden, (...) sind nur fiktive und gefälschte Erfolge", erklärte er.

dpa

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