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In Montenegro reklamiert Oppositionskandidat Miodrag Lekic bei der Wahl des Staatsoberhaupt den Sieg für sich.

In Montenegro reklamiert Oppositionskandidat Miodrag Lekic bei der Wahl des Staatsoberhaupt den Sieg für sich. © Boris Pejovic

Wahlen

Wahlkommission: Vujanovic gewinnt Präsidentenwahl in Montenegro

Mit nur 7000 Stimmen Vorsprung hat Montenegros Präsident Filip Vujanovic nach offiziellen Angaben die Wahl am Sonntag gewonnen. Vujanovic habe 51,2 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission in Podgorica am Montagabend mit.

Podgorica. ic habe 51,2 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission in Podgorica am Montagabend mit. Auf den Kandidaten der Opposition, den pensionierten Diplomaten Miodrag Lekic, entfielen demnach 48,8 Prozent. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 327 000 Stimmen abgegeben.

Direkt nach der Wahl hatten beide Politiker den Wahlsieg für sich reklamiert. Vujanovic, der für die seit mehr als 20 Jahren regierenden Sozialisten (DPS) angetreten war, erklärte sich mit 51,3 Prozent aller Stimmen zum Sieger. Lekic, auf den sich die zerstrittene Opposition erstmals als ihren Vertreter geeinigt hatte, beanspruchte mit 50,5 Prozent der Stimmen ebenfalls den Sieg.

Nach der Wahl waren zahlreiche Klagen über Manipulationen der Abstimmung laut geworden. Der Verband der Bürgerinitiativen MANS sprach am Montag von "zahlreichen Unregelmäßigkeiten". Regierungskritische Zeitungen verlangten, die EU müsse dem Beitrittskandidaten an der südlichen Adria aus dem Wahlpatt helfen. "Brüssel hat jetzt die Chance, sich einzumischen und wie auch immer geartete Manipulationen und Betrügereien zu verhindern", kommentierte die wichtigste Oppositionszeitung "Vijesti".

Lekic selbst hatte Vujanovic davor gewarnt, seinen Wahlsieg "zu stehlen" und "eine Art Staatsstreich" durchzuführen. Demgegenüber hatte die Regierung noch am Wahltag unterstrichen, die Abstimmung verlaufe fair und beweise "die demokratische Reife Montenegros".

Nach Darstellung der Bürgerinitiativen (MANS) wurden viele Bürger einfach aus den Wahllisten gestrichen. Andere durften doppelt wählen. Stimmen seien gekauft worden "mit dem Ziel, den Wählerwunsch der Bürger zu ignorieren und den einen Kandidaten (Vujanovic) zu favorisieren".

dpa


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