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Deutschland/Welt Wagenknecht und Bartsch sollen Nachfolger Gysis werden
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Wagenknecht und Bartsch sollen Nachfolger Gysis werden
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16:46 15.06.2015
Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht Anfang Juni während einer Parteiveranstaltung in Bielefeld. Quelle: Oliver Berg
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Berlin

t. Im geschäftsführenden Parteivorstand gab es keine Gegenstimme, aber zwei Enthaltungen.

"Damit haben wir es geschafft, einen reibungslosen Übergang für eine neue Fraktionsführung zu schaffen", sagte Riexinger. Die Wahl in der Fraktion soll am 13. Oktober stattfinden. Gysi hatte vor einer Woche auf einem Parteitag in Bielefeld seinen Rückzug erklärt.

Wagenknecht und Bartsch waren von Gysi seit der letzten Bundestagswahl vor knapp zwei Jahren als Nachfolger aufgebaut worden. Wagenknecht sagte, sie wolle an die Arbeit Gysis anknüpfen. "Jeder hat seinen Stil. Unsere Inhalte unterscheiden sich aber nicht von Gysis", sagte sie der "Bild"-Zeitung (Dienstag).

Gysi hatte in seiner Abschiedsrede dafür geworben, Bereitschaft zur Regierungsbeteiligung zu zeigen. Bartsch zeigte sich skeptisch zu einer rot-rot-grünen Option nach der Bundestagswahl. "Augenblicklich deutet kaum etwas darauf hin, dass es 2017 auf der Bundesebene eine Koalition ohne die Union geben könnte", sagte er der "Ostsee-Zeitung" (Dienstag). Das wolle er jedoch ändern.

Der 57-jährige Bartsch ist einer der erfahrensten Strategen der Partei. Von 1991 bis 1997 war er Schatzmeister der PDS, anschließend Bundesgeschäftsführer. Derzeit ist er stellvertretender Fraktionschef wie Wagenknecht.

Die 45-Jährige war einst Wortführerin der "Kommunistischen Plattform", einer radikalen innerparteilichen Gruppierung. Die Ehefrau des früheren Parteichefs Oskar Lafontaine gilt als brillante Rednerin und prominenteste Abgeordnete der Linken nach Gysi.

Parteichefin Kipping setzt darauf, dass die beiden die unterschiedlichen Flügel in der Fraktion zusammenführen. Eine Fraktion, die nur "als Konföderation von einzelnen Strömungen" auftrete, bleibe weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, sagte sie.

dpa

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