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Bundeswehrsoldaten in Afghanistan: Seit 2002 sind insgesamt 43 deutsche Soldaten ums Leben gekommen, zum Teil auch bei Unfällen.

Bundeswehrsoldaten in Afghanistan: Seit 2002 sind insgesamt 43 deutsche Soldaten ums Leben gekommen, zum Teil auch bei Unfällen.© dpa (Archiv)

Bundeswehr unter Raketenbeschuss

Vier deutsche Soldaten sterben bei Angriff in Afghanistan

Erneut tödlicher Anschlag auf die Bundeswehr in Nordafghanistan: Vier deutsche Soldaten sind am Domnnerstag bei einem Angriff getötet worden, zudem gab es mehrere Verletzte. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

In Afghanistan sind am Donnerstag bei einem Raketenangriff vier deutsche Soldaten getötet und fünf verletzt worden. Das bestätigte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam. Die deutschen Soldaten seien auf Patrouille gewesen und mit Raketen angegriffen worden, sagte ein Sprecher. „Das Gefecht läuft noch.“ Ob es auch unter den Taliban Verletzte oder Tote gegeben habe, wisse man noch nicht.

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff. Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid sagte, bei den Gefechten seien ein Panzerfahrzeug von einer Rakete und drei weitere durch Sprengsätze zerstört worden. Angaben der Taliban sind in der Regel stark übertrieben.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der schon auf dem Rückweg von einem Truppenbesuch nach Deutschland war, verlängerte seinen Aufenthalt in Afghanistan, „um bei unseren Soldaten zu sein“. Nach Auskunft seines Ministeriums flog er ins Feldlager Masar-i-Sharif, wohin die Verletzten zur medizinischen Versorgung gebracht wurden.

In der Provinz Baghlan, die sich in den vergangenen Monaten zu einer Hochburg der Taliban entwickelt hat, wurde nach Angaben der afghanischen Behörden heftig gekämpft. Afghanische, deutsche und andere internationale Truppen lieferten sich nach Auskunft des örtlichen Polizeisprechers Habib Rahman Gefechte mit rund 400 Taliban-Kämpfern. Sie setzen dabei schwere Waffen ein. Rahman sagte, drei afghanische Polizisten seien ums Leben gekommen. Nach Auskunft des deutschen Verteidigungsministeriums befanden sich die Bundeswehr-Truppen auch nach dem tödlichen Zwischenfall weiter in dem umkämpften Einsatzraum.

Erst am Karfreitag waren drei deutsche Soldaten bei einem Feuergefecht mit radikal-islamischen Taliban bei Kundus getötet und acht verletzt worden. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) befand sich am Donnerstag zu einem Truppenbesuch in Afghanistan. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hielt er sich im Feldlager im nordostafghanischen Feisabad auf - und damit nicht unmittelbar in der Region des Gefechts.

Seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan im Jahr 2002 sind damit insgesamt 43 deutsche Soldaten ums Leben gekommen, zum Teil auch bei Unfällen.

afp/ap/dpa


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