Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Viele Tote bei Anschlag auf Armeeanwärter im Jemen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Viele Tote bei Anschlag auf Armeeanwärter im Jemen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 15.05.2016
Jemenitische Soldaten an einer Straßensperre in Sanaa. Quelle: Yahya Arhab / Archiv
Anzeige
Sanaa

Ein Selbstmordattentäter hat sich vor einer Kaserne im Jemen in die Luft gesprengt und dabei mindestens 27 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Opfer - überwiegend Armeeanwärter - hatten sich am Sonntag vor dem Gebäude in der südöstlichen Stadt Mukalla versammelt.

Dort wurden sie von der Explosion erfasst, berichteten Mitarbeiter von Krankenhäusern in der Umgebung. Zudem seien etwa 60 Menschen verletzt worden. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich der auf Terror-Propaganda spezialisierten Site Intelligence Group zufolge zu dem Attentat.

Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag auf einem Armeegelände in Mukalla mindestens sieben Menschen getötet worden, auch hier bekannte sich der IS. Anfang Mai hatten Regierungstruppen die Stadt aus den Händen des Terrornetzwerkes Al-Kaida befreit. Der mächtige Ableger der Organisation im Jemen und auch der Islamische Staat konnten ihren Einfluss im Machtvakuum des Bürgerkriegslandes in den vergangenen Monaten ausdehnen.

Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gemeinsam mit Verbündeten gegen Anhänger von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Im März 2015 begann ein Bündnis aus arabischen Ländern unter Führung Saudi-Arabiens, Stellungen der Rebellen zu bombardieren. In dem Bürgerkriegsland gilt seit etwa einem Monat eine brüchige Waffenruhe.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ist der Rückgang der Flüchtlingszahlen auf den von Angela Merkel mit eingefädelten EU-Türkei-Deal zurückzuführen? Und hält sich Ankara an die Vorgaben? Der Türkei-Besuch der Kanzlerin dürfte ungemütlich werden.

15.05.2016

Boris Johnson, Ex-Bürgermeister von London, ist gegen die EU - und liebt Provokationen. Diesmal ist der Brexit-Fan ein bisschen weit gegangen.

15.05.2016

Seit mehr als vier Jahrzehnten beißen sich an der Zypernfrage alle Vermittler die Zähne aus. Jetzt gibt es Hoffnung. Spitzenpolitiker der griechischen- und türkischen Zyprer verbreiten Optimismus.

15.05.2016
Anzeige