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Deutschland/Welt Untreueverdacht: Großrazzia bei LBBW
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Untreueverdacht: Großrazzia bei LBBW
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12:20 07.12.2009
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Nach Angaben der Behörde wurden am Montag die Konzernzentrale in Stuttgart sowie zehn Privatwohnungen durchsucht. Ermittelt wird gegen sieben amtierende oder ehemalige Vorstandsmitglieder. Nach ddp-Informationen befindet sich unter den Beschuldigten auch der frühere LBBW-Vorstandsvorsitzende Siegfried Jaschinski. Der amtierende Vorstandschef Hans-Jörg Vetter ist von den Ermittlungen nicht betroffen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten vor, das Vermögen der größten deutschen Landesbank durch Geschäfte mit US-Hypothekenanleihen gefährdet oder geschädigt zu haben. Es bestehe der Verdacht, dass sie seit Ende 2006 pflichtwidrig Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in hoch riskante Finanzgeschäfte tätigten oder ermöglichten. Damals habe der Markt für Hypothekenanleihen wegen der US-Immobilienkrise unmittelbar vor dem Zusammenbruch gestanden. Solche Investitionen hätten deshalb ein „unkalkulierbares Risiko“ geborgen.

Die Höhe des tatsächlich entstandenen Schadens durch die Geschäfte stehe noch nicht fest, hieß es weiter. Der Staatsanwaltschaft zufolge dürfte er jedoch in Millionenhöhe liegen. Vorermittlungen zu den Geschäften mit US-Hypothekenanleihen hatte die Behörde bereits Ende 2008 aufgenommen, nachdem bekannt geworden war, dass auch die LBBW im Zuge der Finanzkrise Verluste in Milliarden-Höhe erlitten hatte. Vor wenigen Wochen wurde schließlich ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bei sechs der Beschuldigten handelt es sich nach ddp-Informationen um amtierende Vorstandsmitglieder. Zudem ist Jaschinski betroffen, der im Frühjahr ausgeschieden war, nachdem die Gesellschafter seinen Vertrag wegen der Probleme bei der Bank nicht mehr verlängert hatten. Haftbefehle gegen die Beschuldigten wurden nicht beantragt. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft befinden sich alle Betroffenen auf freiem Fuß.

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