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Mit Stacheldraht gegen Flüchtlinge: Ungarische Soldaten montieren den vier Meter hohen Zaun an der Grenze zu Serbien. Foto: Zoltan Gergely Keleman

Mit Stacheldraht gegen Flüchtlinge: Ungarische Soldaten montieren den vier Meter hohen Zaun an der Grenze zu Serbien. Foto: Zoltan Gergely Keleman

Migration

Ungarn beschleunigt Zaunbau an serbischer Grenze

 Der umstrittene Zaun an der ungarisch-serbischen Grenze soll früher fertig werden als ursprünglich geplant. Statt 30. November sei nun der 31. August vorgesehen, sagte Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban im rumänischen Baile Tusnad.

Baile Tusnad. Bei einer politischen Tagung in dem siebenbürgischen Ort bekräftigte Orban seine gegen Flüchtlinge gerichtete Position: "Europa muss weiter den Europäern gehören."

Der von Menschenrechtlern und von der EU kritisierte vier Meter hohe Zaun soll die 175 Kilometer lange Grenze zum Nachbarland Serbien abriegeln und den seit Monaten wachsenden Zustrom von illegalen Migranten stoppen. Mehr als 86 000 kamen allein in diesem Jahr über die Balkan-Route. Die meisten wollen nicht in Ungarn bleiben, sondern in Westeuropa einen Asylantrag stellen.

Erfahrungen zeigten, dass Grenzzäune die illegale Migration auf ein Sechstel oder ein Siebtel reduzierten, sagte Orban. "Die Ungarn haben entschieden", dass sie keine illegalen Einwanderer haben wollten und hierbei "den geistigen Amoklauf der europäischen Linken nicht teilen". Dies habe eine Befragung ergeben, an der sich 1,25 Millionen Ungarn beteiligt hätten. Diese "Nationale Konsultation" genannte Befragungsaktion der Regierung ist von keinem unabhängigen Gremium kontrolliert worden.

dpa


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