Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Umfrage: Erhebliche psychische Belastung für Pflegende
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Umfrage: Erhebliche psychische Belastung für Pflegende
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:14 06.08.2015
Bei Menschen, die demenzkranke Angehörige betreuen, klagten 40 Prozent über depressive Phasen. Quelle: Jens Kalaene/Illustration
Anzeige
Berlin

t. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forsa für die Private Pflegeberatung "Compass", die der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag) vorliegt. Bei Menschen, die demenzkranke Angehörige betreuen, klagten 40 Prozent über depressive Phasen.

60 Prozent engagieren sich, weil sie sich der pflegebedürftigen Person gegenüber verpflichtet fühlen, so die Studie weiter. Neun Prozent gäben finanzielle Gründe an, da Alternativen wie professionelle Pflege zu teuer seien. Jeder dritte pflegende Angehörige sorgt der Studie zufolge für einen Patienten mit Demenz-Diagnose. 46 Prozent der Befragten sorgen für die eigenen Eltern, 15 Prozent für Vater oder Mutter des Partners. Jeder zweite beklagt körperliche Belastungen.

50 Prozent der pflegenden Angehörigen fühlten sich schlecht oder weniger gut über vorhandene Entlastungsangebote informiert. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), sagte der "Passauer Neuen Presse", es sei sehr wichtig, pflegende Angehörige so gut wie möglich zu unterstützen und zu entlasten. Mit dem geplanten neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff sollten Demenzkranke überhaupt erstmals voll von der Systematik der Pflegeversicherung erfasst werden. Am kommenden Mittwoch will das Kabinett das zweite Pflegestärkungsgesetz verabschieden.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der frühere DDR-Staatssicherheitsdienst hat die rechtsextreme Szene in der Bundesrepublik einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge stärker unterwandert als bisher bekannt.

06.08.2015

Immer weniger Menschen müssen sich in Deutschland auf befristete Arbeitsverträge einlassen. Grund sei die gute Lage am Arbeitsmarkt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamtes.

06.08.2015

Der Steuerzahlerbund hat die Finanzverwaltung wegen der durch einen Fehler ausgelösten zu hohen Besteuerung von bundesweit fast 30 000 Beschäftigten scharf kritisiert.

06.08.2015
Anzeige