Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Übergangsregierung in Bangui
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Übergangsregierung in Bangui
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:41 01.04.2013
Anhänger des mittlerweile gestürzten Staatsoberhaupt Francois Bozize bei einer Veranstaltung in Bangui. Foto: Serge Dibert/Archiv
Anzeige
Addis Abeba/Bangui

Der 56 Jahre alte ehemalige Oppositionspolitiker war im Januar nach Friedensgesprächen in Gabun von den Seleka-Rebellen für das Amt bestimmt worden. Seiner neuen Regierung der nationalen Einheit gehören Rebellen, frühere Oppositionelle sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft an.

 Die Regierung soll das Land bis zu den vom selbst ernannten Präsidenten Michel Djotodia für 2016 angekündigten Wahlen führen. Neun der 34 Kabinettsposten würden von Seleka-Rebellen besetzt, darunter das Bergbau- und das Wirtschaftsministerium. Djotodia übernehme zugleich auch das Verteidigungsministerium, hieß es weiter. Acht Minister würden von der früheren Opposition gestellt. Auch ein Mitglied der Partei des vor einer Woche vertriebenen Präsidenten François Bozizé sei in der neuen Regierungsmannschaft.

 Das Rebellenbündnis Seleka ("Allianz") hatte Bozizé am 24. März gestürzt, weil es ihm vorwarf, im Januar in Gabun getroffene Friedensvereinbarung nicht eingehalten zu haben. Der Umsturz war international scharf kritisiert worden. Die Afrikanische Union (AU) setzte die Mitgliedschaft des Landes aus. Zudem sprach die Staatengemeinschaft Sanktionen aus.

 Bozizé flüchtete nach dem Putsch mit einigen Angehörigen nach Kamerun. Der 66-Jährige war selbst vor genau zehn Jahren durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen und 2005 regulär zum Präsidenten gewählt worden.

 In seiner Geschichte hat die Zentralafrikanische Republik, die seit 1960 unabhängig von Frankreich ist, zahlreiche Umstürze erlebt. Das Land, das an andere Krisenstaaten wie den Kongo und den Sudan grenzt, gilt trotz reicher Bodenschätze wie Diamanten, Gold und Uran als eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige