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Deutschland/Welt US-Wahlkampf: Republikaner Scott Walker gibt auf
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11:38 22.09.2015
Bei Verkündung seiner Kandidatur hatten Demoskopen Walker noch beste Chancen ausgerechnet. Foto: Jim Lo Scalzo/Archiv
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Im monatelangen Kampf ums Weiße Haus wirft ein zweiter namhafter republikanischer Kandidat das Handtuch. Wisconsins Gouverneur Scott Walker setzte am Montag (Ortszeit) seine Bewerbung um die US-Präsidentschaft aus.

Eingeweihten zufolge geht dem 47-Jährigen das Geld für seine Kampagne aus. Da Walker seine Bewerbung noch nicht offiziell beendet, kann er nach wie vor Spenden sammeln und Schulden leichter begleichen.

Er wolle "das Feld räumen", damit es eine "positive konservative Botschaft" an die Spitze schaffen könne, sagte Walker mit Blick auf den in Umfragen führenden Milliardär Donald Trump. "Am Ende wollen die Wähler, glaube ich, für etwas sein und nicht gegen jemanden." Walker bleibt noch bis 2018 Gouverneur von Wisconsin.

Vor zwei Monaten hatten Demoskopen Walker noch beste Chancen ausgerechnet, da er dezidiert konservative Positionen vertritt, die bei republikanischen Wählern gut ankommen. Zuletzt hatte er in Umfragen aber massiv verloren und kam im Durchschnitt nur noch auf knapp zwei Prozent Zustimmung der republikanischen Wähler. Ihm werde vorgeworfen, bei wichtigen Themen wie der Einwanderungspolitik keine klare Linie kommuniziert zu haben, schrieb die "Washington Post" am Dienstag. In der zweiten TV-Debatte republikanischer Kandidaten hatte er vergangene Woche Trump direkt angegriffen, aber nicht überzeugt.

"Ich habe Scott Walker gut kennengelernt", twitterte Trump nach ersten Berichten über Walkers Ausstieg. "Er ist ein sehr netter Mensch und hat eine großartige Zukunft." Im Interview der "Washington Post" zeigte sich Trump überrascht, dass es nicht besser gelaufen sei für Walker.

Vor knapp zwei Wochen hatte der ehemalige Gouverneur von Texas Rick Perry als erster der seinerzeit 17 republikanischen Bewerber aufgegeben. Ihm war schon zu Beginn der Kampagne das Geld ausgegangen. Kandidaten müssen viele Spendendollar aufbringen, um im langen, teuren Wahlkampf zu bestehen. Wegen der vielen Kandidaten fällt den Politikern die Suche nach Geldgebern schwer.

dpa

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