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Deutschland/Welt US-Vorwahlen: Knapper Sieg kratzt an Clintons Image
Nachrichten Politik Deutschland/Welt US-Vorwahlen: Knapper Sieg kratzt an Clintons Image
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15:12 18.05.2016
Müde Anhänger von Bernie Sanders warten auf eine Rede ihres Kandidaten. Quelle: Eugene Garcia
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Frankfort

Im US-Vorwahlkampf setzt der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders der Favoritin Hillary Clinton weiter zu. Der 74-Jährige gewann in der Nacht zum Mittwoch die Vorwahl im Bundesstaat Oregon.

Bei der Abstimmung in Kentucky lieferten sich die beiden ein sehr enges Rennen: Zwar holte die frühere Außenministerin nach Angaben von Kentuckys Staatssekretärin Alison Lundergan Grimes aller Voraussicht nach den Sieg - aber wohl nur mit hauchdünnem Vorsprung.

Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen kam Clinton auf 46,75 Prozent, Sanders lag bei 46,33 Prozent. Ein offizielles Ergebnis lag auch am Mittwochmorgen (Ortszeit) noch nicht vor. Clinton erklärte sich schon in der Nacht zur Siegerin. "Wir haben gerade Kentucky gewonnen", schrieb sie auf Twitter.

Im Gesamtrennen lag die 68-Jährige schon vor den beiden Abstimmungen so gut wie uneinholbar vor dem Senator von Vermont. Er würde 67 Prozent aller noch ausstehenden Delegierten brauchen, um sie einzuholen.

In Oregon wählten am Dienstag auch die Republikaner. Der wahrscheinliche republikanische Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, hat auf dem Weg zur Kandidatur seiner Partei keinen Gegenkandidaten mehr.

Der weiterhin große Aufwand für die Vorwahlen hält Clinton davon ab, sich auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur schon voll auf Trump zu konzentrieren. Enge Rennen gegen Sanders sind mathematisch folgenlos, aber schlecht für den Schwung ihrer Kampagne und ihr bereits jetzt angekratztes Image. Es war erwartet worden, dass das Rennen bei den Demokraten schon viel eher entschieden sein wird.

Sanders hat angekündigt, trotz schwindender Aussichten bis zum Schluss im Rennen bleiben zu wollen. Er könnte eine Kampfabstimmung auf dem Parteitag im Juli suchen. Die Demokraten befürchten einen bleibenden Riss ihrer Partei, weil die Anhänger Clintons und Sanders' nicht mehr zueinander finden.

dpa

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