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Deutschland/Welt US-Regierung reagiert verhalten auf Annäherung mit Nordkorea
Nachrichten Politik Deutschland/Welt US-Regierung reagiert verhalten auf Annäherung mit Nordkorea
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11:44 07.03.2018
Annäherung zwischen Nordkorea und den USA? US-Präsident Donald Trump (rechts) zeigt sich zu Kim Jong Uns (links) Vorstoß nur verhalten optimistisch. Quelle: dpa
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Washington

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat zurückhaltend auf die jüngste Annäherung im Konflikt um Nordkoreas Atomprogramm reagiert. „Wir haben Fortschritte erzielt, da gibt es keine Frage“, erklärte Trump am Dienstag. Er glaube und hoffe, dass die Nordkoreaner es ernst meinten. Der US-Präsident sprach zugleich von einer weiterhin sehr angespannten Situation. Andere Vertreter seiner Regierung äußerten sich noch verhaltener.

US-Regierung will konkrete Schritte für Denuklearisierung sehen

Trumps Vizepräsident Mike Pence erklärte am Dienstag, die USA und Verbündete seien entschlossen, weiterhin „maximalen Druck“ auf Nordkorea auszuüben. An der Haltung Washingtons werde sich nichts ändern, solange Pjöngjang nicht „glaubwürdige, überprüfbare und konkrete Schritte“ zur Beseitigung der Atomwaffen auf der koreanischen Halbinsel unternehme.

Auch der nationale Geheimdienstdirektor der USA, Dan Coats, sagte, Nordkorea müsse sich dazu bereit erklären, keine nuklearen Kapazitäten zu haben. Ansonsten werde man keine Abmachung mit der Regierung in Pjöngjang treffen. „Vielleicht ist das ein Durchbruch. Ich bezweifele es ernsthaft“, fügte Coats mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen hinzu.

Der Mitarbeiter erklärte, die US-Regierung wolle konkrete Schritte für eine Denuklearisierung sehen. Wenn es Nordkoreas Plan sei, sich lediglich Zeit zu kaufen, würden Gespräche nicht sehr weit führen. Die USA hätten aufgrund früherer Erfahrungen Grund zur Skepsis gegenüber dem Regime. Man habe eine lange Geschichte mit Nordkorea, schon oft seien Abmachungen gebrochen worden, sagte der Vertreter.

USA hält an Militärmanövern mit Südkorea fest

Bisher sind alle Ansätze zur Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea gescheitert. Die USA fordern den kompletten, unumkehrbaren und überprüfbaren Abbau des Atomprogramms und bestanden bislang gegenüber Pjöngjang auf sichtbaren Schritten zur Abrüstung, wenn es zu einem Dialog kommen sollte.

Eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington erklärte, die Regierung werde noch in dieser Woche eine Delegation aus Südkorea empfangen, die die US-Seite ausführlich über die Gespräche mit Nordkorea unterrichten solle.

Die USA wollen auch an den gemeinsamen Militärmanövern mit Südkorea festhalten. Es sei ganz selbstverständlich, dass man die Übungen aufnehmen werde, wenn die Paralympischen Spiele vorbei seien, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses, der nicht namentlich zitiert werden wollte. Nordkorea empfindet solche Manöver als Provokation. Die Paralympischen Spiele enden am 18. März.

Konflikt zwischen Trump und Kim löste weltweit Sorgen aus

Trump und Kim hatten sich das vergangene Jahr über gegenseitig mit scharfen Drohungen überzogen. Das löste weltweit Sorgen aus, der Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm könne auf drastische Weise eskalieren.

Kims vorsichtig formulierter Vorstoß, sollte er bestätigt werden, wäre ein Fortschritt in dem gefährlichen Konflikt. Allerdings hat Nordkorea schon früher ähnliche Angebote gemacht, wonach es im Gegenzug für Sicherheitsgarantien auch zur atomaren Abrüstung bereit sei.

Von RND/dpa

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