Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt UN fordern Verfolgung von Verbrechen der Terrormiliz IS im Irak
Nachrichten Politik Deutschland/Welt UN fordern Verfolgung von Verbrechen der Terrormiliz IS im Irak
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:21 01.09.2014
Die stellvertretende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Flavia Pansieri, prangerte in Genf Massenhinrichtungen, Verschleppungen, Folter, sexuellen Missbrauch und Sklaverei im Herrschaftsgebiet des IS an. Quelle: Salvatore Di Nolfi
Anzeige
Genf

d.

Die gezielte Verfolgung religiöser und ethnischer Minderheiten durch IS-Milizen stellt nach Einschätzung der UN ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.

Im Herrschaftsgebiet des IS gebe es Massenhinrichtungen, Verschleppungen, Folter, sexuellen Missbrauch und Sklaverei, sagte die stellvertretende UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Flavia Pansieri. Ganze Bevölkerungsgruppen seien allein wegen ihrer Herkunft oder ihres Glaubens grausamer Verfolgung ausgesetzt.

Der Menschenrechtsrat beschloss die Entsendung von Experten in den Irak, die Beweise für die Gewaltakte der IS-Miliz für Strafverfahren sammeln sollen. All jene, die für die Verletzung von Menschenrechten verantwortlich seien, müssten zur Verantwortung gezogen werden, forderte auch der deutsche UN-Botschafter in Genf, Joachim Rücker. In der Resolution wird auch die irakische Regierung aufgefordert, bei der Bekämpfung der IS-Miliz das Humanitäre Völkerrecht zu respektieren. Mögliche Kriegsverbrechen der Armee und ihrer Unterstützer müssten ebenfalls aufgeklärt werden.

Der IS erbeutete unterdessen in Syrien offenbar Raketen aus deutscher Produktion. Das berichtete die "Welt" unter Berufung auf ein Propagandavideo, das am Montag im Internet kursierte. Darin zeigten die IS-Kämpfer Waffen und Material, das sie vergangene Woche bei der Einnahme des strategisch wichtigen Militärflughafens Al-Tabka erbeutet hatten.

Dschihadisten posieren dem Bericht zufolge neben Raketen, auf denen "Lenkflugkörper DM 72 - 136 mm Panzerabwehr" steht. Es handele sich dabei um Raketen vom Typ HOT des ehemaligen deutsch-französischen Herstellers Euromissile. Die HOT-Raketen wurden laut "Welt" 1981 an die Regierung Syriens geliefert, das damit seine Kampfhubschrauber vom Typ Gazelle ausgestattet hat.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Spätestens am 6. November soll feststehen, wen die Berliner SPD als Nachfolger des scheidenden Regierungschefs Klaus Wowereit nominiert. Das sagte der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß nach einer Vorstandssitzung am Montagabend.

01.09.2014

Bundespräsident Joachim Gauck hat eine entschlossene Reaktion des Westens auf die offensichtliche Einmischung Russlands im Ukraine-Konflikt angekündigt. "Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen", sagte er am Montag laut vorab verbreitetem Redetext bei der zentralen polnischen Gedenkfeier zum deutschen Überfall vor 75 Jahren und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs.

01.09.2014

Regierungskritische Demonstranten in Pakistan haben den staatlichen Fernsehsender PTV in Islamabad gestürmt und eine vorübergehende Sendpause erzwungen. Die rund 1000 Demonstranten wurden am Montag anschließend von Soldaten aus dem Gebäude gedrängt, wie Informationsminister Pervaiz Rashid sagte.

01.09.2014
Anzeige