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Mursi-Unterstützer harren in den Straßen von Kairo aus. In Ägypten zeichnet sich kein Ausweg aus der Krise ab. Die UN ist «tief besorgt».

Mursi-Unterstützer harren in den Straßen von Kairo aus. In Ägypten zeichnet sich kein Ausweg aus der Krise ab. Die UN ist «tief besorgt». © Ahmed Radaman

Unruhen

UN-Generalsekretär tief besorgt über Lage in Ägypten

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist über den politischen Konflikt in Ägypten "tief besorgt". In einer Erklärung im Namen Bans vom Freitagabend in New York wurden die Anhänger und Gegner des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi aufgerufen, sich nicht gegenseitig zu provozieren.

New York/Kairo. Die Führer der Konfliktparteien sollten alles tun, um einen weiteren Verlust von Menschenleben zu vermeiden. Ban vertraue darauf, dass Ägypten, wenn es nicht zu Gewalttaten kommen werde, einen Ausweg aus der Krise finden werde.

Nach dem Freitagsgebet protestierten Zehntausende Islamisten gegen die Entmachtung Mursis. Der Vorbeter im Protestlager der Islamisten vor der Rabea-al-Adawija-Moschee in Kairo sagte den Angaben zufolge: "Auch wenn sie uns alle töten, wir werden nicht weichen." Er rief den Gläubigen zu: "Die Orte des Protests sind wie ein Stück vom Paradies." Größere Kundgebungen von Islamisten wurden auch aus Alexandria und Bani Sueif gemeldet.

Die Regierung hatte den Sicherheitskräften grünes Licht gegeben, die zwei großen Protestlager der Islamisten in Kairo zu räumen. Bislang lässt die Polizei die Anhänger von Mursi, die der Muslimbruderschaft und mehreren kleineren Islamisten-Parteien angehören, jedoch gewähren.

Der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira berichtete am frühen Samstagmorgen, dass sich die Mursi-Anhänger offensichtlich auf eine Räumung ihrer Kundgebung in Nasr City vorbereiteten. Die Organisatoren der Proteste erklärten einer Al-Dschasira-Korrespondentin, sie hätten Schutzschilde aus Stahl auf Rädern als Sicherheitsbarrieren gebaut.

Die Armeeführung hatte Mursi, der aus der Muslimbruderschaft stammt, am 3. Juli nach einer Welle von Massenprotesten abgesetzt. Die Militärs setzten einen Übergangspräsidenten und eine neue Regierung ein. Außerdem wurde eine Änderung der unter den Muslimbrüdern verabschiedeten Verfassung beschlossen.

dpa


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