Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt UN: 2014 höchste Zahl palästinensischer Todesopfer seit 1967
Nachrichten Politik Deutschland/Welt UN: 2014 höchste Zahl palästinensischer Todesopfer seit 1967
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:58 26.03.2015
Kampfeinheiten bei einer Demonstration der Hamas in Gaza. Quelle: Mohammed Saber/Archiv
Anzeige

Grund für die hohe Todeszahl ist der Gaza-Krieg: Während des Konflikts im Sommer 2014 waren nach Amnesty-Angaben 1500 Zivilisten getötet worden, darunter mehr als 550 Kinder. Sowohl Israel als auch den Palästinensern wird vorgeworfen, in dem Konflikt Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die radikal-islamische Hamas wies diesen Vorwurf als "ein Massaker an der Gerechtigkeit" zurück.

Insgesamt starben während des Gaza-Krieges mehr als 2200 Menschen. Auf israelischer Seite kamen mehr als 70 Personen ums Leben, darunter über 60 Soldaten.

Auch das Westjordanland und Ost-Jerusalem erlebten 2014 erhöhte Gewalt. 58 Palästinenser aus dem Westjordanland starben bei Konfrontationen. Auch die Gewalt gegen Israelis im Westjordanland stieg: Laut UN-Ocha wurden 12 Zivilisten getötet.

Ocha kritisiert in dem Bericht auch Häuserzerstörungen und Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Palästinenser. Insgesamt schreibt die Organisation von einem "traumatischen" Jahr in den palästinensischen Gebieten.

Israel und die Palästinenser hatten sich im Sommer 2014 einen blutigen Krieg geliefert. Amnesty International hatte militanten Palästinensern in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht vorgeworden, in diesem Konflikt Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Das führende Hamas-Mitglied Salah al-Barwadil schrieb in einer Mitteilung, der Amnesty-Bericht sei "genauso schlimm" wie Israels Angriffe auf den Gaza-Streifen. "Der Bericht war ein Massaker an der Gerechtigkeit, denn Amnesty hat sich als verdächtige Organisation entlarvt, die klar dem israelischen Terrorismus dient", schrieb al-Bardawil weiter.

Amnesty International hatte Israel schon im Dezember in einem separaten Bericht vorgeworfen, im Gaza-Konflikt Kriegsverbrechen begangen zu haben. Israel betont stets, alles Mögliche zu tun, um Zivilisten zu schützen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Knapp zehn Monate nach seiner Freilassung aus fünfjähriger Taliban-Gefangenschaft ist der US-Soldat Bowe Bergdahl (28) wegen Fahnenflucht und Feigheit vor dem Feind angeklagt worden.

26.03.2015

Japan hat einen Informationssatelliten in die Umlaufbahn gebracht. Die Trägerrakete vom Typ H-2A hob vom Weltraumbahnhof Tanegashima in der südjapanischen Provinz Kagoshima ab, wie die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa mitteilte.

26.03.2015

Im Streit über einen Steuerzuschuss für die energetische Gebäudesanierung will die bayerische Staatsregierung den Druck auf die übrigen Bundesländer erhöhen.

26.03.2015
Anzeige