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Deutschland/Welt Tunesische Polizei nimmt acht Terror-Verdächtige fest
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Tunesische Polizei nimmt acht Terror-Verdächtige fest
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17:19 02.07.2015
Die Verdächtigen sollen in Terrorlagern in Libyen ausgebildet worden sein. Quelle: Mohamed Messara
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Tunis

s. Darunter sei auch eine Frau. Sein Kollege Lazhar Akremi erklärte nach Angaben einheimischer Medien, die Verdächtigen seien in Terrorlagern im Nachbarland Libyen ausgebildet worden. Vier weitere ebenfalls festgenommene Personen kamen wieder frei.

Ein 24 Jahre alter Student hatte am Freitag am Badestrand in Sousse auf Touristen geschossen und 38 Urlauber getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Auch der Attentäter soll nach Angaben des Innenministeriums in einem libyschen Terrorlager gewesen sein.

Zu dem Angriff bekannten sich Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in einer nicht verifizierbaren Twitter-Mitteilung. Im libyschen Bürgerkriegschaos haben Extremisten mehrere Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht.

Tunesiens Polizei fahndet zudem nach einem 29-Jährigen. Der "gefährliche Terrorist" sei in das Attentat in Sousse und in den Anschlag auf das Nationalmuseum Bardo im März verwickelt, erklärte das Innenministerium. Damals töteten Bewaffnete in Tunis mehr als 20 Menschen, die meisten von ihnen Touristen.

30 der Opfer in Sousse waren Briten. Ihre Leichen werden seit Mittwoch nach und nach nach Großbritannien gebracht. Auch zwei Deutsche kamen ums Leben.

Tunesien will nach dem Attentat Touristenziele im Land besser schützen, um einen Einbruch der Besucherzahlen zu verhindern. Dafür will die Regierung mehr als 1000 Sicherheitskräfte einsetzen.

Innenminister Mohammed Najem Gharsalli zeigte sich jedoch am Mittwochabend bei einem überraschenden Besuch in dem Badeort Hammamet verärgert über die mangelhafte Umsetzung. Ein Internetvideo zeigt, wie er sich bei einem Verantwortlichen darüber beschwert, dass der Strand in Hammamet weiter unbewacht ist.

Aus Sorge vor weiteren Terroranschlägen werden die niederländischen Touristen aus Tunesien ausgeflogen. Die Reiseveranstalter reagierten damit auf eine dringende Reisewarnung des niederländischen Außenministeriums, sagte ein Sprecher der Reiseorganisation Thomas Cook der niederländischen Nachrichtenagentur ANP.

dpa

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