Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Türkei kritisiert Schweizer Minarett-Referendum
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Türkei kritisiert Schweizer Minarett-Referendum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 30.11.2009
Für den türkischen Kulturminister sind Minarette und Glockentürme untrennbare Teile eines Gotteshauses. Quelle: ddp
Anzeige

Istanbul. Das Referendum über den Neubau von Minaretten in der Schweiz sei unzeitgemäß und uneuropäisch, sagte Günay am Montag vor Journalisten. „Die Schweiz ist ein Land, das zwar in Europa liegt, das aber Europa nicht verinnerlicht hat“, fügte der Minister hinzu. Günay rechnet nach eigenen Worten mit Protestaktionen der islamischen Welt, die auch wirtschaftliche Formen annehmen könnten.

Jedes Gotteshaus habe seine eigenen Symbole, sagte Günay. „Ein Minarett oder ein Glockenturm ist ein untrennbarer Teil dieses Bauwerks.“ Volksabstimmungen über die Religionsfreiheit lehne er ohnehin ab, sagte der Minister. Er hätte sich von der Schweiz eine tolerantere Haltung erhofft. Günay war der erste Vertreter der türkischen Regierung, der sich öffentlich zum Ausgang des Minarett-Referendums äußerte.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einem Medienbericht zufolge soll das Bundeskanzleramt noch vor der Bundestagswahl zu der Einschätzung gekommen sein, dass der Befehl zu dem umstrittenen Luftangriff auf zwei Tanklaster in Afghanistan Anfang September nicht angemessen war. Diesen Bericht wies der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans am Montag zurück.

30.11.2009

Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat im Streit um das Atomprogramm seines Landes Verhandlungsbereitschaft angedeutet. Es gebe seiner Ansicht nach noch die Möglichkeit, den Konflikt auf dem diplomatischen Weg zu lösen, sagte Laridschani am Montag auf einer Pressekonferenz.

30.11.2009

Deutschland hat die Führung des UN-mandatierten Marineeinsatzes vor der Küste des Libanon (UNIFIL) zum Schutz der Seegrenzen des Landes nach drei Monaten wieder abgegeben. Im Hafen von Beirut wurde am Montag das Kommando über den multinationalen Flottenverband mit insgesamt etwa 1000 Soldaten turnusmäßig an Italien übergeben.

30.11.2009
Anzeige