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Trümmerteile und Rauch nach dem tödlichen Angriff am Strand von Gaza.

Trümmerteile und Rauch nach dem tödlichen Angriff am Strand von Gaza. © Oliver Weiken

Konflikte

Tödlicher Angriff auf Kinder: Israel stellt Untersuchung ein

Ein israelischer Angriff auf vier palästinensische Kinder während des Gaza-Krieges hat für die Soldaten keine strafrechtlichen Konsequenzen. Der israelische Generalmilitärstaatsanwalt Danny Efroni hat den Fall nach einer strafrechtlichen Untersuchung für abgeschlossen erklärt.

Tel Aviv. Die Kinder hatten im Juli 2014 am Strand in Gaza Fußball gespielt. Die israelische Armee bombardierte den Küstenstreifen. Vier Jungen wurden dabei getötet, weitere Kinder verletzt. Der Angriff sorgte weltweit für Entsetzen.

Armeesprecher Peter Lerner veröffentlichte in der Nacht auf seiner Facebook-Seite eine lange Erklärung. Die Untersuchung habe ergeben, dass die Kinder auf einem Gebiet gespielt hätten, das den Marinekräften der radikal-islamischen Hamas gehörte. Es sei durch einen Zaun vom restlichen Strand abgetrennt gewesen. Kurz vor dem Vorfall habe es Hinweise gegeben, dass sich Hamas-Kämpfer auf dem Gelände treffen sollten, schrieb Lerner. Die Luftaufklärung habe die Personen nicht als Kinder identifiziert, sondern für Hamas-Kämpfer gehalten. Der Angriff habe keinem Zivilisten schaden sollen.

In drei anderen Fällen ordnete Efroni eine strafrechtliche Untersuchung an. Unter anderem geht es um den Tod von neun Palästinensern bei einem Angriff auf ein Café an der südlichen Gaza-Küste am 9. Juli 2014. Wegen Plünderungen während eines anderen Vorfalls sei Anklage erhoben worden.

Insgesamt waren dem Generalmilitärstaatsanwalt etwa 190 Beschwerden vorgelegt worden, unter anderem wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Israel und militante Palästinenser hatten im Sommer 2014 einen 50-tägigen Gaza-Krieg geführt. Dabei wurden mehr als 2200 Palästinenser getötet oder starben später an ihren Verletzungen. Auf israelischer Seite starben mehr als 70 Menschen. Sowohl Israel als auch der Hamas werden von Menschenrechtsorganisationen in dem Konflikt Kriegsverbrechen vorgeworfen.

dpa


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