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Für Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gehört der Islam nicht zu seinem Bundesland.

Für Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gehört der Islam nicht zu seinem Bundesland. © Arno Burgi

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Tillich: Islam gehört nicht zu Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat der Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) widersprochen, der Islam gehöre auch zu Deutschland.

Dresden. Er teile diese Auffassung nicht, sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben. "Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört."

Die Opposition im sächsischen Landtag warf dem Ministerpräsidenten daraufhin Anbiederung an die islamkritische Pegida-Bewegung vor, die seit Wochen in Dresden mobil macht. Tillich signalisiere den Pegida-Demonstranten Verständnis, sie würden dies als Bestätigung ihrer Vorurteile verstehen, kritisierte Grünen-Fraktionschef Volkmar Zschocke.

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Rico Gebhardt, erklärte, wo es Muslime gebe, gebe es Islam - auch in Sachsen. Wer etwas anderes behaupte, bediene die Feinde einer offenen Gesellschaft. Der Sprecher des Bündnisses "Dresden für alle", Eric Hattke, nannte die Äußerung Tillichs ein falsches politisches Signal. Der Grünen-Bundespolitiker Volker Beck erklärte, die ganze Debatte habe nur eine Botschaft: "Wir wollen Euch nicht."

In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime, 98 Prozent von ihnen in den westdeutschen Bundesländern. In Sachsen sind es nur 0,7 Prozent.

dpa


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