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Deutschland/Welt Terrorverdächtige in München wieder freigelassen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Terrorverdächtige in München wieder freigelassen
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13:40 08.04.2016
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München

Nach ihrer Festnahme wegen Terrorverdachts in der Region München sind zwei Männer wieder auf freiem Fuß.

Die Hinweise gegen den 29 Jahre alten Nigerianer und den 46 Jahre alten Iraker wegen möglicher Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat hätten sich nicht erhärten oder bekräftigen lassen, teilt das Bayerische Landeskriminalamt mit.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte am Morgen zum Vorgehen der bayerischen Behörden: "Ich sage Ihnen nur, dass es richtig ist - und so verhalten sich die Sicherheitsbehörden: Im Zweifel eher früh zugreifen als zu spät."

Spezialkräfte hatten die Männer am Donnerstagnachmittag festgenommen. Den einen fassten sie in der Münchner Innenstadt, den anderen im Landkreis Fürstenfeldbruck. Es hatte Hinweise aus Sicherheitskreisen gegeben, die beiden Männer könnten in Kontakt zu Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) stehen. Ihre Namen sollen auf einer Liste von rund 22 000 IS-Mitgliedern stehen, darunter auch Dutzende in Deutschland. Die Behörden waren vor kurzem in den Besitz der Liste gekommen.

Sofort seien "umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen" eingeleitet worden, teilte das LKA mit. Um eine mögliche Gefährdung ausschließen zu können, habe man sich zur Festnahme der beiden Männer entschlossen.

Bei den Durchsuchungen der Zimmer der beiden Verdächtigen konnten laut LKA keine belastenden Hinweise gefunden werden. Ebenso ergaben die Vernehmungen keine weiteren Anhaltspunkte. Die Staatsanwaltschaft München I habe daraufhin am Freitag die Entlassung der beiden Männer angeordnet. Sie seien gegen 11.40 Uhr aus dem Gewahrsam gekommen. Es werde zu dem Vorfall aber noch weitere Ermittlungen geben, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Bei keinem der beiden fanden die Einsatzkräfte verdächtige Gegenstände oder gar Waffen und Sprengstoff. Sie stellten einen Computer sicher, doch auch dieser bot keine Anhaltspunkte auf eine Straftat.

dpa

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