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Der Schreck sitzt tief in New York: Mit einem Kleinlaster voller Sprengstoff wollte ein 21-Jähriger die US-Zentralbank in die Luft sprengen.

Der Schreck sitzt tief in New York: Mit einem Kleinlaster voller Sprengstoff wollte ein 21-Jähriger die US-Zentralbank in die Luft sprengen. © Andrew Gombert

Terrorismus

Terrorist wollte US-Zentralbank sprengen

Er wollte angeblich den getöteten Terrorführer Osama bin Laden rächen: In New York ist ein Mann festgenommen worden, weil er mit einem Kleinlaster mit gut 450 Kilogramm Sprengstoff die US-Zentralbank in die Luft jagen wollte.

New York. Der 21-Jährige wurde gefasst, nachdem er am Mittwoch den Wagen an dem Bankgebäude in Herzen von New York geparkt hatte. Die Bombe war nur eine Attrappe, die verdeckte Ermittler des FBI ihm untergeschoben hatten. Der Ort des geplanten Anschlags ist nur ein paar hundert Meter von Ground Zero entfernt, wo einst die Türme des World Trade Centers standen.

Der Mann sei im Januar aus Bangladesch in die USA gekommen, um eine Terrorzelle aufzubauen, sagte die New Yorker Staatsanwältin Loretta Lynch: "Er arbeitete zielstrebig daran, seinen Plan auszuführen." Der 21-Jährige habe mehrere Ziele für seinen Anschlag in Erwägung gezogen, sich dann aber letztlich für die Zentralbank entschieden, hieß es vom FBI. "Ich möchte irgendetwas Großes", habe er dem Kontaktmann gesagt. "Sehr, sehr, sehr, sehr groß, dass es das ganze Land erschüttert."

Nachdem der 21-Jährige den Kleinlaster geparkt und die angebliche Bombe präpariert hatte, nahm er nach Angaben des FBI in einem Hotel eine Videobotschaft auf, in der er die Verantwortung für die Tat übernahm. "Wir hören nicht auf, bis wir siegen oder als Märtyrer sterben", heißt es dem FBI zufolge darin. In dem Video bekenne sich der Mann als Sympathisant von Al-Kaida. Er habe "Amerika zerstören" wollen, schrieb er in einer schriftlichen Erklärung.

Der Vater des Mannes erklärte dagegen, sein Sohn sei unschuldig. "Mein Sohn ist unter keinen Umständen in irgendwelche terroristischen Aktivitäten eingebunden. Er könnte von den Behörden, die ihn festgenommen haben, in eine Falle gelockt worden sein", sagte der Vizepräsident einer lokalen Bank in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, wo er von Polizisten befragt wurde. Er versuche, Kontakt mit seinem Sohn aufzunehmen.

Bilder von Gerichtszeichnern, die in mehreren amerikanischen Medien veröffentlicht wurden, zeigen einen jungen Mann mit dunklen Haaren, Vollbart und trotzigem Blick, die Hände hinter dem Rücken gefesselt. Ungeklärt war am Tag nach der Festnahme noch, wie dicht der Mann den Lieferwagen an der Bank parken konnte. Üblicherweise sind solche potenziellen Ziele abgesperrt, Polizisten patrouillieren ständig, oft mit Sturmgewehr bewaffnet.

Die Behörden seien dem Mann schon länger auf der Spur gewesen und hätten im Rahmen einer verdeckten Operation über Geheimagenten Kontakt zu ihm aufgenommen. Anstelle des Sprengstoffs hätten sie eine Bombenattrappe in dem Kleinlaster untergebracht. Ein vermeintlicher Komplize, der bei der Fahrt dabei war, sei in Wirklichkeit ein Geheimagent gewesen.

dpa


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